Welt & Politik Verhärtete Fronten: Türkei reagiert scharf auf US-Sanktionen

20:30  02 august  2018
20:30  02 august  2018 Quelle:   msn.com

USA drohen Türkei mit Sanktionen

  USA drohen Türkei mit Sanktionen USA drohen Türkei mit SanktionenDie Türkei wirft dem amerikanischen Pastor Andrew Brunson Verbindungen zur PKK und der Gülen-Bewegung vor. Donald Trump droht mit "weitreichenden Sanktionen".

Verhärtete Fronten zwischen Washington und Ankara: Erdogan will im Streit um einen im Land festgehaltenen US -Pastor nicht einknicken. USA verhängen Sanktionen gegen Türkei . Wirtschaft. Schlusskurse im XETRA-Handel am 1 .

Die USA verhängen Sanktionen gegen das Nato-Partnerland Türkei . Der türkische oppositionelle Journalist Nedim Sener fordert die türkische Regierung über Twitter auf, „unverzüglich“ mit Gegensanktionen gegen US -Minister zu reagieren .

Andrew Craig Brunson (M), Pastor aus den USA, verlässt ein Gefängnis außerhalb von Izmir. © Bereitgestellt von dpa-infocom Andrew Craig Brunson (M), Pastor aus den USA, verlässt ein Gefängnis außerhalb von Izmir.

Nach den US-Sanktionen gegen zwei türkische Minister wegen eines in der Türkei festgehaltenen amerikanischen Pastors verschärft Ankara den Ton gegenüber Washington.

Die türkische Regierung werde «ohne Verzögerung» identische Gegenmaßnahmen ergreifen, teilte das Außenministerium mit. Konkrete Sanktionen gegen die USA verkündete die Regierung in Ankara am Donnerstag allerdings nicht.

Innenminister Süleyman Soylu - gegen den sich die US-Sanktionen unter anderem richten - kündigte an, den als Putschverschwörer gesuchten islamischen Prediger Fethullah Gülen aus den USA in die Türkei zu schaffen. «Den werden wir nicht dort lassen. Wir werden ihn holen!» Wie genau er das anstellen möchte, ließ Soylu offen. Die USA verweigern bislang die von Ankara geforderte Auslieferung Gülens.

Streit um Pastor: USA verhängen Sanktionen gegen türkische Minister

  Streit um Pastor: USA verhängen Sanktionen gegen türkische Minister Streit um Pastor: USA verhängen Sanktionen gegen türkische MinisterDer Pastor Andrew Brunson steht in der Türkei unter Terror- und Spionageverdacht, ihm droht eine lange Haftstrafe.

Die USA verhängen Sanktionen gegen das Nato-Partnerland Türkei . Der türkische oppositionelle Journalist Nedim Sener fordert die türkische Regierung über Twitter auf, „unverzüglich“ mit Gegensanktionen gegen US -Minister zu reagieren .

Die USA verhängen Sanktionen gegen das Nato-Partnerland Türkei . Der türkische oppositionelle Journalist Nedim Sener fordert die türkische Regierung über Twitter auf, „unverzüglich“ mit Gegensanktionen gegen US -Minister zu reagieren .

In der Vergangenheit haben türkische Sicherheitskräfte bereits mutmaßliche Gülen-Anhänger gegen deren Willen aus dem Ausland in die Türkei geschafft. Der jüngste Konflikt zwischen Washington und Ankara hat sich am Fall des US-Pastors Andrew Brunson entzündet.

Brunson war im Oktober 2016 - wenige Monate nach dem Putschversuch in der Türkei - in Izmir festgenommen und im folgenden Dezember wegen Terrorvorwürfen verhaftet worden. Seit kurzem ist er unter Hausarrest. Die USA hatten am Mittwochabend Sanktionen gegen den türkischen Justizminister Abdülhamit Gül und gegen Innenminister Soylu verhängt, weil sie bei dem Fall «führende Rollen» gespielt hätten. Die Sanktionen frieren mögliche Vermögen der Minister in den USA ein, außerdem dürfen US-Bürger keine Geschäfte mit ihnen machen.

USA und Türkei wollen Streit beilegen

  USA und Türkei wollen Streit beilegen USA und Türkei wollen Streit beilegenDarauf verständigten sich US-Außenminister Mike Pompeo und sein türkischer Kollege Mevlüt Cavusoglu am Rande eines Treffens regionaler Minister in Singapur. Cavusoglu und US-Außenamtssprecherin Heather Nauert bezeichneten das Gespräch am Freitag als konstruktiv.

US -Präsident Donald Trump droht der Türkei mit Sanktionen im Konflikt um einen in Izmir unter Hausarrest stehenden US -Pastor. Außenamtssprecher Hami Aksoy forderte die USA auf, wieder zu einem «konstruktiven Dialog» zurückzukehren.

Großbritannien und Russland Wie sich die Fronten innerhalb von zwei Tagen verhärtet haben. Der Kreml plant eine Antwort auf die vor einer Woche verhängten US - Sanktionen . Allerdings ist das Handelsvolumen zwischen Russland und den USA im Vergleich nicht besonders groß.

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Kurz nach der Entscheidung hatte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu mit Vergeltung gedroht. Ein hohes Mitglied von Präsident Recep Tayyip Erdogans Regierungspartei AKP, Bekir Bozdag, sagte am Donnerstag, die Türkei sei kein Land, das man mit Drohungen einschüchtern könne. Die Türkei werde gegen die USA auf dieselbe Art und Weise zurückschlagen.

Die angekündigten Gegensanktionen kamen am Donnerstag aber nicht sofort. Möglicherweise will die türkische Seite abwarten, was bei einem Treffen zwischen Außenminister Cavusoglu und seinem US- Kollegen Mike Pompeo herauskommt. Ein hoher türkischer Regierungsmitarbeiter sagte der Deutschen Presse-Agentur, Cavusoglu und Pompeo seien für Freitagmorgen (MESZ) am Rande des Asean-Regionalforums in Singapur verabredet.

Palästinenser stirbt nach Zusammenstößen an Gaza-Grenze

  Palästinenser stirbt nach Zusammenstößen an Gaza-Grenze Palästinenser stirbt nach Zusammenstößen an Gaza-Grenze Palästinenser stirbt nach Ein Palästinenser ist nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Der 15-Jährige sei angeschossen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza am Samstag mit. Am Freitag war demnach bereits ein Palästinenser erschossen worden, 220 weitere Menschen wurden verletzt, davon 90 durch scharfe Munition.

Sigmar Gabriel 20.07.2017 - Türkei reagiert scharf ! Sigmar Gabriel zu neuen US - Sanktionen gegen Russland: „Handelskrieg mit Europa nicht sinnvoll“ - Продолжительность: 4:33 RT Deutsch 68 334 просмотра.

Im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran sind die Fronten verhärtet : Teheran hat beim Internationalen Gerichtshof (IGH) Klage gegen die Neue Anhörung in Prozess gegen US -Pastor in der Türkei . AFP. Iran klagt USA wegen Wiederverhängung von Sanktionen vor Haager Gericht an.

Die Vorsicht jenseits der scharfen Worte könnte auch daran liegen, dass die Türkei sich auf extrem schlüpfrigem Boden befindet. Die Wirtschaft würde sich von einem weiteren Tiefschlag nur schwer erholen. Das Wirtschaftswachstum ist groß - aber die Inflation ist massiv, die Arbeitslosenzahlen sind hoch und das Vertrauen ausländischer Investoren nach Putschversuch, zwei Jahren Ausnahmezustand und Totalumbau des Staates im neuen Präsidialsystem ist gering. Allein die Androhung von US-Sanktionen hatte die Lira am Mittwoch auf Rekordtiefstände geschickt. Nachdem die Sanktionen aus dem Sack waren, ging die Talfahrt weiter. Der US-Dollar stieg im Verhältnis zur Lira zwischenzeitlich auf 5,09 Lira. Der Euro-Kurs erreichte einen Rekordwert von 5,9 Lira.

Finanzminister (und Präsidenten-Schwiegersohn) Berat Albayrak sah sich am Donnerstag sogar genötigt, eine schriftliche Stellungnahme zu verschicken, in der er laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu versicherte, dass sich dieser «Fehler» nur «begrenzt» auswirken werde. «Jedermann kann sicher sein, dass unsere Wirtschaft nach einer Neubalancierung wieder stabil und nachhaltig wachsen wird.»

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US - Sanktionen gegen Türkei . Eine Bromance zerbricht. Die US-Regierung reagierte wütend. Präsident Donald Trump drohte via Twitter mit "erheblichen Sanktionen", die ohnehin schon schwache türkische Lira sackte ab.

Die Türkei und die USA liegen auch bei wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Themen überkreuz. Im Syrien-Krieg haben sie unterschiedliche Ziele, Feinde und Allianzen.

An von den USA geforderten Sanktionen gegen den Iran will die Türkei sich nicht beteiligen. Außerdem ist da die Tatsache, dass die Türkei von Russland das Raketen-Abwehrsystem S-400 kauft. Gleichzeitig wünscht sie sich von den USA F-35-Kampfjets. Dieses Geschäft blockiert der US-Senat vor allem wegen des Falls Brunson. Der Senat fordert außerdem Sanktionen gegen die Türkei, sollte die Regierung das russische S-400-System kaufen.

In der Causa Brunson ließ sich der wachsende Ärger des US-Präsidenten an seinen Tweets gut ablesen. Im April schrieb Donald Trump: «Hoffentlich wird ihm erlaubt werden, nach Hause zu seiner wunderbaren Familie zu kommen, wo er hingehört.» Am 18. Juli nannte Trump den Pastor dann schon eine «Geisel» der Türkei. Acht Tage später drohte der US-Präsident dann mit «umfangreichen Sanktionen». Schließlich platzte ihm der Kragen. Am Mittwoch (Ortszeit) verkündete Trumps Sprecherin Sarah Sanders, dass die Drohung nun wahrgemacht werde.

Aus Sicht der USA sind die Vorwürfe gegen Brunson an den Haaren herbeigezogen. «Er hat nichts falsch gemacht», schrieb Trump wütend auf Twitter. Brunson wird unter anderem beschuldigt, Verbindungen zum Prediger Fethullah Gülen zu unterhalten - der im Exil in den USA lebt und dessen Auslieferung Erdogan seit langem fordert.

Ist Brunson ein Faustpfand, wie es der Trump-Tweet mit der «Geisel» suggeriert? Im vergangenen September sagte Erdogan: «Und dann sagen sie uns, gebt uns doch diesen Pastor. Aber Ihr habt auch einen Pastor.» Dann deutete er an, man könne die beiden Geistlichen doch austauschen, Brunson gegen Gülen. Gleichzeitig verwies die Regierung in Ankara immer wieder darauf, dass die türkische Justiz unabhängig sei - was Experten allerdings in Abrede stellen.

Die Sanktionen einen nun sogar Regierung und Teile der Opposition. In einer gemeinsamen Erklärung mehrerer Parteien hieß es am Donnerstag, man erkläre sich solidarisch mit allen Schritten, die Erdogans Regierung ergreifen werde.

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Gastbeitrag in „New York Times“: Erdogan warnt die USA vor weiterer EskalationNach dem Absturz der türkischen Lira hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Nato-Bündnispartner USA vor einer weiteren Eskalation der Krise gewarnt. Sollte die US-Regierung die Souveränität der Türkei nicht respektieren, „dann könnte unsere Partnerschaft in Gefahr sein“, schrieb Erdogan in einem am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichten Gastbeitrag der „New York Times“. Er drohte, seine Regierung werden ansonsten damit beginnen, „nach neuen Freunden und Verbündeten“ zu suchen.

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