Welt & Politik Liebesgrüße aus Nordkorea: Kim rühmt in Brief an Trump „epochalen Fortschritt“

07:55  13 juli  2018
07:55  13 juli  2018 Quelle:   berliner-zeitung.de

Trump will 2020 wieder antreten

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Beste Freunde Kim und Donald: AFP © AFP AFP

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sein historisches Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump im Juni als „epochalen Fortschritt“ in den Beziehungen beider Länder gerühmt. Das von beiden Staatenlenkern in Singapur unterzeichnete Gipfeldokument sei „in der Tat der Beginn einer bedeutsamen Reise“ gewesen, heißt es in einem persönlichen Brief an Trump, den der US-Präsident am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichte.

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"Trumps Auftreten war unfassbar"

Kim geht in Brief nicht auf nukleare Abrüstung ein

Auf die „vollständige Denuklearisierung“ seines Landes, die Kim in dem Gipfeldokument zugesagt hatte, ging er in dem auf den 6. Juli datierten Schreiben allerdings nicht ein. Kim dankte Trump lediglich für dessen „tatkräftige und außerordentliche Anstrengungen“ für die Verbesserung der bilateralen Beziehungen und zur „getreulichen Umsetzung“ der Vereinbarung von Singapur. Kim rief außerdem Trump dazu auf, mit „praktischen Aktionen“ das Vertrauen zwischen beiden Ländern „weiter zu stärken“. Von welcher Art diese Maßnahmen sein sollen, führte der nordkoreanische Machthaber nicht aus.

Trump bezeichnete EU, Russland und China als "Gegner"

  Trump bezeichnete EU, Russland und China als Trump bezeichnete EU, Russland und China als "Gegner"US-Präsident Donald Trump hat die EU, Russland und China in einem Interview als "Gegner" (englisch "foe") bezeichnet. In der Sendung "Face the Nation" des Fernsehsenders CBS, das am Sonntag ausgestrahlt wurde, sagte Trump, seiner Ansicht nach hätten die USA "viele Gegner". "Ich denke, die Europäische Union ist ein Gegner", sagte er mit Verweis auf den Handelsstreit mit der EU.

Er glaube fest daran, dass der „starke Wille“ und die „ehrlichen Anstrengungen“ beider Seiten Früchte tragen würden, beteuerte Kim. Auch zeigte er sich zuversichtlich, dass ein weiteres Treffen mit Trump zustande kommen werde. Trump bezeichnete den Brief als „sehr freundliche Notiz“. Er fügte hinzu, dass im Verhältnis zu Nordkorea „große Fortschritte“ erzielt würden. Die Vereinbarungen von Singapur zum nordkoreanischen Atomwaffenprogramm werden allerdings von vielen Seiten, darunter Kritikern in den USA, als zu vage bezeichnet. Das Gipfeldokument definiert nicht, was genau unter der „Denuklearisierung“ zu verstehen ist, und enthält auch keine Festlegungen zu einem Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen.

Kritiker bemängeln vage Formulierung der Vereinbarung

Kims Brief datiert von dem Tag, an dem US-Außenminister Mike Pompeo zu weiteren Verhandlungen über die atomare Abrüstung in Nordkorea eingetroffen war. Bei der Visite war es zu neuen Irritationen über die Atomfrage gekommen, was viele Kritiker der Singapurer Vereinbarung in ihrer Skepsis bestärkte. Im Anschluss an Pompeos Besuch warf das nordkoreanische Außenministerium den USA „gangstermäßige“ und „gierige“ Forderungen zur atomaren Abrüstung vor.

Start der Atomverhandlungen - Nordkorea wirft den USA „räuberische Forderungen“ vor

  Start der Atomverhandlungen - Nordkorea wirft den USA „räuberische Forderungen“ vor Start der Atomverhandlungen - Nordkorea wirft den USA „räuberische Forderungen“ vorDie erste Verhandlungsrunde von US-Außenminister Mike Pompeo bringt keinen Durchbruch in der Denuklearisierung Nordkoreas. Doch beide Seiten wollen weiter verhandeln.

Pompeo bekräftigte seinerseits nach seiner Abreise, die Sanktionen gegen Nordkorea blieben bis zur „endgültigen“ Denuklearisierung in Kraft. Er sagte allerdings auch, dass in den Abrüstungsgesprächen mit Pjöngjang Fortschritte gemacht würden. (afp)

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