Welt & Politik Linken-Chefin Kipping fordert Debatte über "Höchstlohn" in Deutschland

18:08  17 mai  2018
18:08  17 mai  2018 Quelle:   afp.com

Linken-Fraktionschefin Wagenknecht plädiert für Begrenzung der Zuwanderung

  Linken-Fraktionschefin Wagenknecht plädiert für Begrenzung der Zuwanderung Linken-Fraktionschefin Wagenknecht plädiert für Begrenzung der ZuwanderungDie Konkurrenz werde schlichtweg zu groß: "Die konzerngesteuerte Globalisierung nützt in den Industrieländern vor allem den Eliten - die große Mehrheit ist der Verlierer." Wagenknecht verwies zudem darauf, dass Migration auch die Not in den Ländern vergrößere, aus denen die Leute kommen. "Denn es sind meist Menschen mit besserer Ausbildung aus der Mittelschicht, die abwandern.

Die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping , fordert eine Debatte über einen " Höchstlohn " in Deutschland .Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa. Dazu machte die Linken - Chefin zwei Vorschläge.

Die Linken - Chefin Katja Kipping hat einen Maximallohn von einer halben Million Euro gefordert . Die Linke fordert ein Maximaleinkommen, das in Deutschland bei etwa einer halben Million Euro liegen soll. "Nachdem wir den Mindestlohn erkämpft haben, ist es an der Zeit, über einen Höchstlohn

Katja Kipping: Nach dem Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel hat Linken-Chefin Katja Kipping einen Sozialpakt für alle in Deutschland Bedürftigen gefordert: © Bereitgestellt von AFP Nach dem Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel hat Linken-Chefin Katja Kipping einen Sozialpakt für alle in Deutschland Bedürftigen gefordert: "Wir wollen, dass Menschen in Not geholfen wird und dass dabei nicht der Pass auschlaggebend ist."

Die Linke macht sich für ein Maximaleinkommen in Deutschland stark, das bei rund einer halben Million Euro liegen soll. "Nachdem wir den Mindestlohn erkämpft haben, ist es an der Zeit, über einen Höchstlohn zu sprechen", sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping am Donnerstag beim Bundesverbandstag des Sozialverbands VdK in Berlin. Im Kampf gegen Ungleichheit "brauchen wir nicht nur eine Absicherung nach unten, sondern auch eine Deckelung nach oben".

Verbände und Linke fordern deutlich mehr Stellen für Pfleger

  Verbände und Linke fordern deutlich mehr Stellen für Pfleger Verbände und Linke fordern deutlich mehr Stellen für PflegerDer Sozialverband VdK Deutschland sprach zum Tag der Pflege an diesem Samstag von mindestens 60.000 zusätzlichen Pflegern, die notwendig seien. Die Linken nannten die Zahl von 100.000 Pflegekräften in Krankenhäusern und 40.000 in stationären Pflegeeinrichtungen, «um annähernd im europäischen Mittelfeld anzukommen und eine bedarfsgerechte Pflege zu ermöglichen», wie die Partei in Berlin mitteilte.

Deutschland . Nach heftigem internem Streit haben die Linken ihre Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger mit einem Dämpfer in ihren Ämtern bestätigt. Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sieht die Debatte über den Flüchtlingskurs damit aber nicht als beendet an.

Seit 17:50 Uhr Typisch deutsch ? Interview / Archiv | Beitrag vom 29.06.2012. Linke - Chefin Katja Kipping fordert europaweite Abstimmung über Fiskalpakt.

 

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Es gehe um die Frage: "Das Wievielfache dessen, was die unterste Einkommensgruppe bekommt, ist noch mit einem Mehr an Leistung zu begründen?" Dazu machte die Linken-Chefin zwei Vorschläge. Zum einen dürften Manager und Aufsichtsratsmitglieder "nicht mehr als das 20fache dessen bekommen, was die unterste Lohngruppe im Unternehmen bekommt". Kipping sagte zur Begründung: "Wer seine Leute nicht ordentlich bezahlen kann, hat auch keine Millioneneinkommen verdient."

Innerhalb der Gesellschaft eines Landes solle die Spreizung nicht mehr als das 40fache betragen, so der zweite Vorschlag. "Nehmen wir mal an, das gesellschaftliche soziokulturelle Existenzminimum liegt bei 1050 Euro im Monat. Dann würde das Maximaleinkommen bei rund einer halben Million im Jahr liegen", sagte Kipping.

Eine gewisse Lohnspreizung sei begründbar. "Aber kann man mehr als eine halbe Million für eine Person im Jahr mit einem Mehr an Leistung begründen?", fragte die Linken-Politikerin. Sie räumte ein, dass das 40fache als Größenordnung "erst einmal willkürlich gesetzt" sei.

Im Kampf gegen die soziale Spaltung "heißt es alle garantiert vor Armut zu schützen und Reichtum zu begrenzen", sagte Kipping in ihrem Grußwort mit Blick auf das Thema der VdK-Tagung "Soziale Spaltung stoppen".

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