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Welt & Politik Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst

17:10  15 april  2018
17:10  15 april  2018 Quelle:   dpa.de

Flughäfen warnen vor langen Wartezeiten und Ausfällen

  Flughäfen warnen vor langen Wartezeiten und Ausfällen Flughäfen warnen vor langen Wartezeiten und Ausfällen• Betroffen sind die Flughäfen in München, Frankfurt, Köln und Bremen.

Potsdam (dpa) - In Potsdam hat am Sonntagnachmittag die dritte und entscheidende Runde für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst begonnen. Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite zeigten sich zuversichtlich, dass es in dieser Runde zu einem Ergebnis kommt.

Die Verhandlungen im öffentlichen Dienst gehen weiter. In dieser nunmehr dritten Runde soll es zu einer Einigung kommen. In Potsdam hat die dritte und entscheidende Runde für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst begonnen.

Kurz vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde protestieren Mitglieder des Deutschen Beamtenbundes vor dem Tagungshotel.: Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst © Bereitgestellt von dpa-infocom Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst

In Potsdam hat am Nachmittag die dritte und entscheidende Runde für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst begonnen. Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite zeigten sich zuversichtlich, dass es in dieser Runde zu einem Ergebnis kommt.

Der neue Verhandlungsführer des Bundes, Innenminister Horst Seehofer (CSU), sagte vor Beginn, die Gewerkschaften forderten zurecht, dass die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung im Lande teilheben sollten. Allerdings bekräftigte er zugleich, dass deren Forderungen - unter anderem nach sechs Prozent mehr Gehalt - zu hoch seien. Die Arbeitgeber wollten in der Runde ein Angebot vorlegen, sagte Seehofer, ohne genauer darauf einzugehen.

Massive Warnstreiks treffen Familien und Reisende

  Massive Warnstreiks treffen Familien und Reisende Massive Warnstreiks treffen Familien und ReisendeDie Gewerkschaft Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten von Kommunen und Bund sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am Sonntag in Potsdam. Der stellvertretende bayerische Verdi-Chef Norbert Flach sagte bei einer Kundgebung mit 7000 Teilnehmern auf dem Münchner Marienplatz, die Warnstreiks von mehr als 8000 Beschäftigten in Südbayern sei «ein starkes Signal nach Potsdam». Es sei unanständig, Beschäftigte «so schlecht zu bezahlen, dass sie kaum ihren Lebensunterhalt bezahlen können».

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen geht Mitte April in die dritte Verhandlungsrunde . © Bereitgestellt von dpa-infocom Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst .

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen geht Mitte April in die dritte Verhandlungsrunde . Anzeige: Berufsunfähigkeit absichern - Tarife für den öffentlichen Dienst .

Verdi-Chef Frank Bsirske warnte, die Abstände der Entgelte im öffentlichen Dienst zur Privatwirtschaft dürften nicht immer größer werden. «Der öffentliche Dienst muss attraktiver werden.» Das gelte besonders auch für Auszubildende. Zum neuen Verhandlungsführer Seehofer sagte Bsirske, offenbar habe dieser Verständnis dafür, dass gerade die unteren Einkommen bessergestellt werden sollten.

Auch der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, erwartete einen Durchbruch bis Dienstag. Aber: «Sollten die Arbeitgeber sich einer vernünftigen, konstruktiven Lösung verweigern, dann werden wir weiter kämpfen für unsere berechtigten Forderungen. Dann würden wir die Arbeitskampfmaßnahmen natürlich nochmal verstärken müssen.»

Es geht um das Einkommen von 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. In den vergangenen Tagen hatten massive Warnstreiks unter anderem Teile des Nahverkehrs in Deutschland lahmgelegt und den Flugverkehr gestört. Seehofer räumte ein, dass die Aktionen und auch die Haltung der Bevölkerung für mehr Einkommen im öffentlichen Dienst ihn durchaus beeindruckt hätten.

Öffentlicher Dienst - Müllmann oder Juristin – wer profitiert mehr vom Tarifabschluss? .
Öffentlicher Dienst - Müllmann oder Juristin – wer profitiert mehr vom Tarifabschluss?Tarifpolitik ist die Kunst, es irgendwie allen Recht zu machen. So auch beim aktuellen Abschluss für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des Bundes und der Kommunen.

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