Welt & Politik Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst

17:10  15 april  2018
17:10  15 april  2018 Quelle:   dpa

Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst stocken wieder

  Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst stocken wieder Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst stocken wiederDie Entscheidung, ob es einen Durchbruch gibt oder die Gespräche vorläufig scheitern, wird für den späten Nachmittag oder den Abend erwartet. Die Gewerkschaft Verdi, der Beamtenbund dbb, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und der kommunale Arbeitgeberverband VKA verhandeln über das Einkommen von 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen.

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen geht Mitte April in die dritte Verhandlungsrunde . Anzeige: Berufsunfähigkeit absichern - Tarife für den öffentlichen Dienst .

Für die rund 8500 Kernbeschäftigten der Volkswagen-Dienstleistungstöchter Group Services GmbH sowie der Volkswagen Group IT-Services GmbH beginnt am Freitag die dritte Verhandlungsrunde . Warnstreiks im öffentlichen Dienst : 15 Recyclinghöfe zu.

Kurz vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde protestieren Mitglieder des Deutschen Beamtenbundes vor dem Tagungshotel.: Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst © Bereitgestellt von dpa-infocom Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst

In Potsdam hat am Nachmittag die dritte und entscheidende Runde für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst begonnen. Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite zeigten sich zuversichtlich, dass es in dieser Runde zu einem Ergebnis kommt.

Der neue Verhandlungsführer des Bundes, Innenminister Horst Seehofer (CSU), sagte vor Beginn, die Gewerkschaften forderten zurecht, dass die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung im Lande teilheben sollten. Allerdings bekräftigte er zugleich, dass deren Forderungen - unter anderem nach sechs Prozent mehr Gehalt - zu hoch seien. Die Arbeitgeber wollten in der Runde ein Angebot vorlegen, sagte Seehofer, ohne genauer darauf einzugehen.

Mehr Geld für öffentlichen Dienst

  Mehr Geld für öffentlichen Dienst Mehr Geld für öffentlichen DienstDer neue Tarifvertrag soll rückwirkend zum 1. März beginnen und eine Laufzeit von 30 Monaten haben. Dies teilten die Verhandlungsführer nach dreitägigem Ringen am frühen Mittwochmorgen in Potsdam mit.

Die zweite Verhandlungsrunde für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes hat begonnen. Aktuelle Nachrichten für den öffentlichen Dienst . Tarifrunde 2016: zweite Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst .

Die Tarifentgelte im öffentlichen Dienst sind von 2008 bis 2017 um 30 Prozent gestiegen, die Entgelte in der Gesamtwirtschaft nur um 25 Prozent. 16. April 2018 findet die dritte und letzte Verhandlungsrunde statt.

Verdi-Chef Frank Bsirske warnte, die Abstände der Entgelte im öffentlichen Dienst zur Privatwirtschaft dürften nicht immer größer werden. «Der öffentliche Dienst muss attraktiver werden.» Das gelte besonders auch für Auszubildende. Zum neuen Verhandlungsführer Seehofer sagte Bsirske, offenbar habe dieser Verständnis dafür, dass gerade die unteren Einkommen bessergestellt werden sollten.

Auch der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, erwartete einen Durchbruch bis Dienstag. Aber: «Sollten die Arbeitgeber sich einer vernünftigen, konstruktiven Lösung verweigern, dann werden wir weiter kämpfen für unsere berechtigten Forderungen. Dann würden wir die Arbeitskampfmaßnahmen natürlich nochmal verstärken müssen.»

Es geht um das Einkommen von 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. In den vergangenen Tagen hatten massive Warnstreiks unter anderem Teile des Nahverkehrs in Deutschland lahmgelegt und den Flugverkehr gestört. Seehofer räumte ein, dass die Aktionen und auch die Haltung der Bevölkerung für mehr Einkommen im öffentlichen Dienst ihn durchaus beeindruckt hätten.

Fast 60 Prozent der Franzosen "unzufrieden" mit Präsident Macron .
Fast 60 Prozent der Franzosen "unzufrieden" mit Präsident MacronDie Ergebnisse stimmen größtenteils mit anderen Umfragen überein, nach denen Macrons Zustimmungswerte in der Bevölkerung um die 40 Prozent liegen. Eine Mehrheit von 57 Prozent der Franzosen ist laut der aktuellen Umfrage der Meinung, dass der Präsident seine Wahlversprechen eingehalten hat.

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