Welt & Politik Oettinger - Merkel wird Nachfolge geordnet einleiten

15:55  12 februar  2018
15:55  12 februar  2018 Quelle:   Reuters

Debatte um Ende der Merkel-Ära - Spahn sieht CDU gut aufgestellt

  Debatte um Ende der Merkel-Ära - Spahn sieht CDU gut aufgestellt Debatte um Ende der Merkel-Ära - Spahn sieht CDU gut aufgestelltDas Präsidiumsmitglied Jens Spahn sagte, er sehe seine Partei personell für die Zeit nach Merkel gewappnet. Die CDU habe überall gute Leute, sagte er in einem am Samstag online veröffentlichten Interview mit der österreichischen "Die Presse am Sonntag". Konkret nannte der Vertreter des konservativen Parteiflügels den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, den thüringischen Parteichef Mike Mohring, die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner und die Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak und Carsten Linnemann.

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  Oettinger - Merkel wird Nachfolge geordnet einleiten © REUTERS/Kai Pfaffenbach

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger hat Kanzlerin Angela Merkel gegen parteiinterne Kritik im Streit über die mit der SPD ausgehandelte Ressortverteilung verteidigt.

Er sehe sie als "unverändert stark", sagte Oettinger am Montag im Deutschlandfunk. Er habe sie zuletzt als "ruhig und gelassen" empfunden. Merkel werde in den kommenden Jahren die richtigen Weichen für eine geordnete Nachfolgeregelung stellen.

Dass Merkel das Finanzministerium der SPD zugestanden habe, findet Oettinger nicht tragisch. Die Union habe vor noch nicht so langer Zeit mit einem SPD-Finanzminister Peer Steinbrück eine sehr gute Finanz- und Haushaltspolitik gemacht. Aus europäischer Sicht gelte: "Wir erwarten dringend in Brüssel eine handlungsfähige deutsche Regierung". Oettinger widersprach der These, dass sich mit dem angekündigten Rücktritt von SPD-Chef Martin Schulz und dessen Verzicht auf das Außenministerium die Geschäftsgrundlage für die Vereinbarungen mit der SPD verändert hätten.

Dass die Kanzlerin in ihre letzte Amtszeit gehe, sei doch jedem klar, sagte Oettinger. Er halte Merkel für geschickt und klug genug, in diesen kommenden Jahren die Nachfolge geordnet einzuleiten. Grundsätzlich seien alle Ministerpräsidenten der CDU geeignet, auch das Land zu führen.

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