Welt & Politik Geht ein US-Präsident zum Arzt

07:25  12 januar  2018
07:25  12 januar  2018 Quelle:   dw.com

Trumps Anwälte fordern Verbot von Enthüllungsbuch über den US-Präsidenten

  Trumps Anwälte fordern Verbot von Enthüllungsbuch über den US-Präsidenten Nach der Veröffentlichung brisanter Auszüge aus einem Enthüllungsbuch über US-Präsident Donald Trump wollen dessen Anwälte das Erscheinen des Buches verhindern. Wolffs Buch "Fire and Fury: Inside the Trump White House" (Feuer und Wut: In Trumps Weißem Haus) soll am Dienstag erscheinen. Trumps Sprecherin Sarah Sanders hatte zu den Vorabauszügen erklärt, diese seien voll mit "falschen und irreführenden Darstellungen von Personen, die keinen Zugang oder Einfluss im Weißen Haus haben". Trumps Anwälte sprachen ebenfalls von Verleumdung.

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bei seiner historischen Jerusalem-Rede - US - Präsident Trump will zum Arzt gehen . US - Präsident Donald Trump (71) wird sich Anfang nächsten Jahres medizinisch untersuchen ich uneingeschränkt bestätigen, dass er die gesundeste Person ist, die jemals zum Präsidenten gewählt wurde.“

  Geht ein US-Präsident zum Arzt © Provided by Deutsche Welle

Warum geht Donald Trump überhaupt zum Arzt?

Weil er sich dazu entschlossen hat. Niemand zwingt den US-Präsidenten und es gibt keine gesetzlichen Vorschriften, wonach das Staatsoberhaupt von einem Arzt untersucht werden muss. Trump hält sich mit seiner Untersuchung nur an eine von Ronald Reagan begonnene Tradition: alle Amtsinhaber machen die Ergebnisse dieses Check-ups öffentlich.

Hätte er auch Nein sagen können?

Ja, und bislang scheute der US-Präsident auch nicht davor zurück, mit den Konventionen seines Amtes zu brechen. Entsprechend interessant ist der Zeitpunkt seiner Entscheidung gewesen: Das Weiße Haus gab den Untersuchungstermin nur einen Tag nach Trumps Ankündigung, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, bekannt. Seine Jerusalem-Rede hatte nicht nur aufgrund ihres Inhalts, sondern auch aufgrund seines nuschelnden Vortrags Irritationen hervorgerufen und Fragen über den Gesundheitszustand des ältesten zum US-Präsidenten gewählten Mannes aufgeworfen.

Erdogan herrscht Journalisten in Paris nach kritischer Frage an

  Erdogan herrscht Journalisten in Paris nach kritischer Frage an Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bei seinem Paris-Besuch einen französischen Journalisten nach einer kritischen Fragen angeherrscht. Der Journalist hatte Erdogan nach einem angeblich für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien bestimmten Waffenkonvoi des türkischen Geheimdienstes MIT im Januar 2014 gefragt. Über den Fall hatte die oppositionelle türkische Zeitung "Cumhüriyet" berichtet. Erdogan wirft seinem Erzfeind Gülen vor, hinter der Geschichte zu stecken.

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Was steckt hinter Trumps Entscheidung?

Trumps offizieller Arzttermin kann als Versuch gedeutet werden, die seit Beginn seiner Kandidatur nicht enden wollenden Diskussionen über seinen Gesundheitszustand zu beenden. Seine unberechenbare Art haben Kritiker oft zum Anlass genommen, ihn als geistig instabil zu beurteilen. Seine Anhänger hingegen haben den unorthodoxen Stil Trumps stets als einen seiner größten Vorzüge gepriesen.

Trumps Entscheidung ist auch deshalb so wichtig, weil er sich im Wahlkampf vehement geweigert hatte, einen Gesundheitsbericht zu veröffentlichen. Ein kurzer, mit nur wenigen Details, aber einigen Tippfehlern gespickte Brief von Trumps damaligen Hausarzt, Harold Bornstein, gipfelte bekanntermaßen in der Erklärung, dass Trump "die gesündeste Person sein werde, die jemals zum Präsidenten gewählt werde".

Trump: Autor von Enthüllungsbuch "Versager"

  Trump: Autor von Enthüllungsbuch Der US-Präsident legt im Streit über brisante Neuerscheinung nach. Nach der Veröffentlichung des brisanten Enthüllungsbuchs "Fire and Fury" (Feuer und Wut) hat US-Präsident Donald Trump den Autor Michael Wolff persönlich angegriffen. Der Journalist sei ein "totaler Versager", schrieb Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Wolff habe "Geschichten erfunden, um sein wirklich langweiliges und verlogenes Buch zu verkaufen". Auch gegen seinen Ex-Chefstrategen Steve Bannon teilte Trump erneut aus. Sein früherer Vertrauter habe sich von Wolff einspannen lassen. Der US-Präsident bezeichnete Bannon in dem Tweet als "schlampigen Steve". Insider-Details Das Buch "Fire and Fury" (Feuer und Wut) zeichnet ein düsteres Bild von der Trump-Präsidentschaft, von Chaos und Intrigen im Weißen Haus und von einem Präsidenten, der wegen seiner Führungsschwäche von seinen eigenen Mitarbeitern verhöhnt wird. Es enthält zahlreiche Aussagen von wichtigen Trump-Mitarbeitern, die Zweifel an dessen Befähigung für das Präsidentenamt äußern. Das Buch erschien am Freitag und damit vier Tage früher als geplant. Trumps Anwälte hatten vergeblich versucht, eine Veröffentlichung zu verhindern.

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Was wird man wirklich über Trumps Gesundheitszustand erfahren?

Nur so viel, wie er selbst auch preisgeben möchte. Den Präsidenten schützt, genau wie jeden anderen US-Bürger, die ärztliche Schweigepflicht, aber auch das Recht auf Privatsphäre davor, dass Informationen über seinen Gesundheitszustand ohne ausdrückliche Einwilligung veröffentlicht werden dürfen.

Welche Informationen werden nicht preisgegeben?

Der Präsident muss zwar jede veröffentlichte Information absegnen. Das bedeutet aber nicht, dass der tatsächliche Bericht seines Arztes, Ronny Jackson, alle Bedenken über die Gesundheit Trumps aus dem Weg räumen wird, erklärt Robert Darling, unter Bill Clinton Arzt im Weißen Haus. "Die Untersuchung wird nicht allein von Dr. Jackson durchgeführt werden", sagte er.

Der Präsident wird im Walter Reed Militärzentrum für Medizin untersucht, Darling schätzt von einem Dutzend Ärzten. Gemeinsam werde diese Gruppe ein Gutachten verfassen, das Jackson dann veröffentliche. Und obwohl dies eine umfassende Untersuchung sei, ist normalerweise eine Beurteilung der mentalen Gesundheit nicht inbegriffen. Das hatte das Weiße Haus bereits bestätigt.

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Wie haben es Trumps Vorgänger gehalten?

Tatsächlich ist Donald Trumps Zurückhaltung bei seinem Gesundheitszustand keine Neuheit. Es gab bereits einige Präsidenten, die nicht nur zögerlich Details zu ihrer Gesundheit preisgaben, sondern auch aktiv Krankheiten vertuschten.

1983 wurde der damalige Amtsinhaber Grover Cleveland auf einer Yacht im East River vor New York wegen Mundhöhlenkrebs operiert. Von Woodrow Wilsons Schlaganfall im Jahr 1919, der seine Arbeitsfähigkeit deutlich einschränkte, erfuhr die Öffentlichkeit ebenso spät wie von der Tatsache, dass seine Frau Edith zwischenzeitlich einen Teil seiner Aufgaben übernommen hatte.

  Geht ein US-Präsident zum Arzt © Provided by Deutsche Welle

Während John F. Kennedy stets für seine jugendliche und vitale Ausstrahlung bejubelt wurde, stellte sich nach seinem Tod heraus, dass er nicht nur mit chronischen Krankheiten, sondern auch einer daraus resultierenden Tablettenabhängigkeit zu kämpfen hatte. Auch über Ronald Reagans Gesundheit wurde gegen Ende seiner zweiten Präsidentschaft öffentlich diskutiert. Fünf Jahre nach seiner Amtszeit gab er dann zu, dass bei ihm Alzheimer diagnostiziert worden war.

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Warum ist Trumps Untersuchung dennoch wichtig?

"Wir haben leider eine lange Tradition in diesem Land, dass Präsidenten ihren Gesundheitszustand verheimlichen", sagt Barbara Perry, Direktorin des Zentrums für Präsidialforschung an der Universität Virginia. Schon allein deshalb sollte man ihrer Meinung nach die ärztliche Schweigepflicht für Amtsinhaber aussetzen. "Unsere Leben liegen in den Händen von US-Präsidenten genau so wie sie in den Händen von Flugzeugpiloten liegen", argumentiert sie.

Eine Fluggesellschaft müsse schließlich auch über den mentalen wie physischen Gesundheitszustand ihrer Piloten Bescheid wissen. "Ich denke, die US-Bürger haben ein Recht, über die körperliche wie geistige Gesundheit ihres Präsidenten und Oberbefehlshaber informiert zu werden, zumal dieser uns regelmäßig selbst daran erinnert, dass er den Finger am 'roten Knopf' hat."

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