Welt & Politik Nach TV-Duell: Türkei kritisiert "Populismus und Ausgrenzung"

23:20  04 september  2017
23:20  04 september  2017 Quelle:   dw.com

Türkischer Oppositionsführer greift Staatschef Erdogan scharf an

  Türkischer Oppositionsführer greift Staatschef Erdogan scharf an Zum Auftakt eines Kongresses seiner Partei hat der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu Staatschef Recep Tayyip Erdogan als Despoten kritisiert. "Es ist meine Aufgabe, mich gegen die Tyrannen vor die Unschuldigen zu stellen", sagte Oppositionsführer Kilicdaroglu. Es gebe in der Türkei nicht "nur eine Person, sondern 80 Millionen, die nach Gerechtigkeit dürsten". Der viertägige Kongress seiner Partei CHP ist ein Novum in der Parteigeschichte. Die Veranstaltung findet bei Canakkale auf der Gallipoli-Halbinsel im Westen der Türkei statt.

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Nach TV-Duell: Türkei kritisiert © picture-alliance/AA/O. Ozer Nach TV-Duell: Türkei kritisiert "Populismus und Ausgrenzung"

Sowohl Angela Merkel als auch Martin Schulz haben eine härtere Gangart gegenüber der Türkei angekündigt. Beide wollen offenbar die EU-Beitrittsverhandlungen abbrechen. Nun schießt die Regierung in Ankara zurück.

Es waren ganze Twitter-Salven, mit denen der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seinen Unmut über den deutschen Wahlkampf äußerte. Dass die deutsche Politik sich "dem Populismus und der Ausgrenzung" beuge, schüre Diskriminierung und Rassismus, teilte Ibrahim Kalin (Artikelbild) über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Nach TV-Duell: Endspurt für Union und SPD

  Nach TV-Duell: Endspurt für Union und SPD Nach dem TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Martin Schulz versuchen Union und SPD Schwung für den Endspurt zur Bundestagswahl zu holen. Unionsfraktionschef Volker Kauder sieht die Wahl am 24. September nicht entschieden - auch wenn Merkel nach Umfragen das TV-Duell am Sonntagabend für sich entschied. CDU und CSU gingen nun mit großer Zuversicht in den Schlussspurt, sagte Kauder der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er mahnte jedoch: «Wir wissen aber auch: Die Wahl wird nicht in einem TV-Duell entschieden.

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Viele werden es übers Wochenende bereits erfahren haben, dass Jochen überraschend gestorben ist. Wir brauchen jetzt alle ein paar Momente der Ruhe und Besinnung, um dann auch zu überlgen wie es weitergeht. Auf Grund des Trauerfalles und in Übereinstimmung mit den Angehörigen ist die

In dem TV-Duell am Sonntagabend hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Herausforderer Marin Schulz die grundsätzlichen Probleme Deutschlands und Europas ignoriert. Dass sie stattdessen Erdogan und die Türkei angegriffen hätten, sei "Ausdruck der Kurzsichtigkeit in Europa", schrieb Kalin.

"Terroristen und Putschisten"

Einmal mehr bezichtigte der Sprecher Erdogans die Bundesrepublik, Terroristen aus der Türkei Schutz zu bieten. Deutschland verteidige nicht die Demokratie, sondern "Terroristen und Putschisten", behauptete Kalin. Etwas versöhnlicher fügte er hinzu: "Wir hoffen, dass die problematische Atmosphäre enden wird, die die türkisch-deutschen Beziehungen zum Opfer eines engen politischen Horizonts gemacht hat."

TV-Duell - Das harmonische Duell

  TV-Duell - Das harmonische Duell 97 Minuten standen sich Kanzlerin Angela Merkel und ihr Herausforderer Martin Schulz beim TV-Duell gegenüber. Mehr als die Hälfte der Zeit ging es um die Flüchtlingskrise. Viele Themen fehlten jedoch.Schulz griff Merkel für ihre Entscheidung vom September 2015 an. „Die Flüchtlingswelle kam über Monate und Monate auf uns zu“, sagte Schulz. „Man hätte das in einer anderen Form vermeiden können.“ Merkel verteidigte sich. Man habe schnelle Entscheidungen treffen müssen, die sie auch wieder so treffen würde.

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Im Duell mit Andreas Beck war Stanislas Wawrinka der bessere Spieler.

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte das TV-Duell am Vorabend zu einer überraschenden Ankündigung genutzt. "Wenn ich Kanzler werde, werde ich die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union abbrechen", erklärte er vor mehreren Millionen Fernsehzuschauern. Die Türkei habe "alle roten Linien überschritten", fand Schulz.

EU-Beitrittsverhandungen auf dem Spiel

Merkel zog nach und sagte, sie werde mit den EU-Kollegen über eine gemeinsame Position beraten, ob "wir diese Beitrittsverhandlungen auch beenden können". Eine solche Festlegung hatte die Kanzlerin bisher vermieden. Merkel erklärte außerdem, dass die Bundesregierung "stärkere Reisewarnungen" prüfe und wirtschaftliche Kontakte einschränken wolle.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei zusehends verschlechtert. Wegen politischer Vorwürfe der Regierung in Ankara sitzen inzwischen zwölf deutsche Staatsbürger in türkischen Gefängnissen. Erst vor wenigen Tagen wurden zwei weitere Deutsche in der Türkei festgenommen.Wie das Auswärtige Amt mitteilte, ist einer der beiden inzwischen wieder freigelassen worden.

Das Vorgehen der Türkei setzt auch die Bundesregierung unter Handlungsdruck. Sie erwägt derzeit etwa die Aussetzung der Verhandlungen über eine Zollunion, die auf EU-Ebene geführt werden. Seit dem TV-Duell stehen nun auch die EU-Beitrittsverhandlungen auf dem Spiel. Um diese einzufrieren oder ganz abzubrechen, müssen allerdings alle Mitglieder der Union zustimmen.

nin/stu (dpa, afp, rtr)

Gruppe I: Kampf um WM-Ticket nach Türkei-Sieg weiter offen .
Durch einen Sieg der türkischen Fußball-Nationalmannschaft bleibt der Kampf um das Ticket für die WM in Russland 2018 in der Gruppe I spannend. Die ersten vier Teams liegen bei noch zwei ausstehenden Spielen nur vier Zähler auseinander. Mit der 0:2-Niederlage (0:0) beim direkten Tabellennachbarn Island, springen die Isländer als direkter Verfolger Kroatiens auf Platz zwei.

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