Welt & Politik Donald Trump ruft "nationalen Notstand" in der Drogenkrise aus

07:40  12 august  2017
07:40  12 august  2017 Quelle:   sueddeutsche.de

Bruch mit Tradition: Alle US-Präsidenten hatten bislang eins – nur Donald Trump nicht

  Bruch mit Tradition: Alle US-Präsidenten hatten bislang eins – nur Donald Trump nicht Donald Trump bricht mit einer seit über 200 Jahren anhaltenden Tradition unter US-Präsidenten. Sie alle hielten sich Haustiere im Weißen Haus. Sie alle hielten sich Haustiere im Weißen Haus. Die meisten hatten sogar mehr als eines – darunter oft sogar exotische Arten. Trump hat man hingegen noch nie mit einem Haustier gesehen. Er besitzt nicht mal einen Hund.

US-Präsident Donald Trump hat angesichts von zahlreichen Opioid-Abhängigen in seinem Land offiziell einen " nationalen Notstand " erklärt. Die Drogenkrise setze der Nation zu und sei ein ernsthaftes Problem, dass die USA in diesem Ausmaß noch nicht gesehen hätten

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Ein kleiner Junge demonstriert mit seiner Oma gegen den Fluch der Drogen in Ohio. © AFP Ein kleiner Junge demonstriert mit seiner Oma gegen den Fluch der Drogen in Ohio.

• Die USA kämpfen seit Jahren mit einer schweren Drogenkrise.

• 60 000 Menschen starben im vergangenen Jahr durch Opioide, vor allem Heroin.

• Die Epidemie ist auch Ausdruck einer sozialen Krise. Sie wütet besonders heftig dort, wo zahlreiche Industrie-Arbeitsplätze verloren gingen

Es ist, als wäre der Schwarze Tod über Amerika hereingebrochen. Millionen Menschen sind betroffen, zwölfjährige Kinder ebenso wie 70-jährige Rentner. Nur, dass man diese Epidemie nicht mit Antibiotika behandeln kann. US-Präsident Donald Trump hat wegen der Drogen-Krise im Land jetzt den "nationalen Notstand" ausgerufen.

Netto Marken-Discount: Salmonellenbelastung: Hersteller ruft Schinkenwürfel zurück

  Netto Marken-Discount: Salmonellenbelastung: Hersteller ruft Schinkenwürfel zurück Betroffen ist das Produkt „Katenschinken gewürfelt“.Betroffen sei das Produkt „Katenschinken gewürfelt“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 01.09.2017 und 08.09.2017 sowie der Chargennummer 419941, teilte Gelderland in Emmerich am Rhein am Dienstagabend mit.

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US-Präsident Donald Trump hat angesichts von zahlreichen Opioid-Abhängigen in seinem Land offiziell einen " nationalen Notstand " ausgerufen. Die Drogenkrise setze der Nation zu und sei ein ernsthaftes Problem, das die USA in diesem Ausmaß noch nicht gesehen hätten

Ganze Regionen der USA, von Neuengland über den Rostgürtel und die Appalachen bis in den Südwesten, werden seit Jahren von sogenannten Opioiden überschwemmt - Heroin und künstliche Substanzen wie Fentanyl und Oxycodon. In manchen Orten müssen Einsatzkräfte alle paar Stunden ausrücken, um einen Drogensüchtigen mit Überdosis zu retten. Hunderttausende überleben jedes Jahr nur knapp, 60 000 starben im vergangenen Jahr durch Drogen.

Das entspricht einer Todesrate von mehr als 20 Drogentoten je 100 000 Einwohner. In manchen Orten sind die Todesraten sogar noch höher. Zum Vergleich: in Deutschland sterben jährlich etwa 1,5 Menschen pro 100 000 Einwohner an Drogen. Justizminister Jeff Sessions hat vor kurzem erklärt, es habe in den USA noch nie eine vergleichbar hohe Zahl an Toten durch Überdosen gegeben: 90 pro Tag.

Inserat auf Airbnb - Trumps Elternhaus in New York wird vermietet

  Inserat auf Airbnb - Trumps Elternhaus in New York wird vermietet Für schlappe 725 Dollar kann jeder eine Nacht im Elternhaus von Donald Trump verbringen: Das Gebäude im New Yorker Stadtteil Queens wird auf Airbnb angeboten. Der US-Präsident verbrachte seine ersten Lebensjahre darin. Das Haus wurde 1940 im sogenannten Tudor-Stil errichtet. Bis zu 20 Personen könnten in dem Einfamilienhaus übernachten, heißt es in dem Inserat. Es gebe fünf Schlafzimmer mit 15 Betten sowie zwei Schlafsofas. "Es hat sich nicht viel geändert, seit die Trumps hier lebten", schreibt der Vermieter. "Dies ist eine einzigartige und besondere Gelegenheit, im Haus eines amtierenden Präsidenten zu übernachten.

"Es sterben heute mehr Menschen durch Drogenmissbrauch, als durch Schusswaffen und bei Verkehrsunfällen zusammen", sagte US-Präsident Donald Trump . US- Drogenkrise : Trump ruft den nationalen Gesundheits- Notstand aus Marc Hoffmann, ARD Washington 27.10.2017 01:23 Uhr.

US-Präsident Donald Trump hat einen ' nationalen Notstand ' erklärt. Schmerzmittel-Krise in den USA. Trump ruft " nationalen Notstand " aus. 11.08.2017, 10:01 Uhr | Steffen Trumpf, t-online.de, awo, AP. "Kampf gegen Opioid-Missbrauch und Drogenkrise ".

Die Drogen sind nicht nur Ursache einer sozialen Krise, sondern auch Symptom

Die Epidemie zerstört Familien, sie zerfrisst das soziale Geflecht der Städte und lähmt vielerorts die Wirtschaft, weil Firmen keine Angestellten mehr finden. Laut der US-Gesellschaft für Suchtmedizin sind zwei bis drei Millionen US-Bürger abhängig von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln und Heroin.

Doch die Drogen sind nicht nur Ursache einer sozialen Krise, sondern auch ein Symptom. Denn sie wütet besonders heftig dort, wo in den vergangenen Jahren zahlreiche Industrie-Arbeitsplätze verloren gingen, die auch Menschen ohne hohen Schulabschluss ein gutes Einkommen ermöglichten. Diese ländliche weiße Mittelschicht war es auch, die Trump im Wahlkampf ihre Stimme gegeben hat. Der hatte versprochen, die Kohleminen im Land wieder aufzumachen und die Arbeiterschicht erneut in Lohn und Brot zu bringen.

Protest gegen US-Präsident - Kritiker stellen riesiges Trump-Huhn vor Weißes Haus

  Protest gegen US-Präsident - Kritiker stellen riesiges Trump-Huhn vor Weißes Haus Eine Gruppe von Trump-Kritikern wollte, dass ihr Protest gegen den US-Präsidenten nicht übersehen wird. Also stellten sie ein riesiges Plastikhuhn in der Nähe des Weißen Hauses auf. "Das dürfte ihn wütend machen", meint einer der Organisatoren. US-Präsident Donald Trump mag derzeit aus Washington ausgeflogen sein – eine besondere Version des Präsidenten war am Mittwoch trotzdem in der Nähe des Weißen Hauses zu finden: ein übergroßes aufgeblasenes Gummihuhn mit einer goldfarbenen Haartolle, das nur schwer nicht an den Präsidenten erinnern konnte. Das Gummitier mit grimmig dreinblickenden Gesicht war auf einem Rasen aufgestellt worden und blickte auf das Weiße Haus.

Das erkennt nun auch Donald Trump . Gegen die schmutzigen Geschäfte der Pharmaindustrie will der US-Präsident jedoch nicht vorgehen. Rund zwei Millionen Menschen sind bereits abhängig, täglich werden es mehr. Das erkennt nun auch Donald Trump .

US-Präsident Donald Trump hat angesichts des gravierenden Heroin- und Opioidmissbrauchs in den Vereinigten Staaten einen nationalen Gesundheitsnotstand verhängt. Es handele sich um die schlimmste Drogenkrise in der amerikanischen Geschichte

Wo es keine Arbeit gibt, oder nur schlecht bezahlte, und keine Hoffnung, betäuben sich die Menschen mit Drogen. Trump kündigte an, alle zuständigen Behörden seien angewiesen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auf die Epidemie zu reagieren. Dass das bitter nötig ist, zeigt die Überforderung der Städte und ihrer Einsatzkräfte mit der Krise: In manchen Gegenden rückt schon die Feuerwehr aus, um Drogensüchtige mit Überdosis zu behandeln.

Medizinische und therapeutische Hilfe zu bekommen ist für Süchtige schwierig. Jahrelang haben Amerikas Ärzte selbst willkürlich Schmerzmittel mit Opioiden verschrieben und so ein Heer von Abhängigen geschaffen. Die Politik hat das Problem ignoriert. Zwar hat Trumps Vorgänger Barack Obama mit seiner Gesundheitsreform Obamacare rund 20 Millionen Amerikanern eine Krankenversicherung verschafft, davon viele mit kleinem Einkommen. Doch konkrete Maßnahmen gegen die Drogenepidemie gab es nicht.

Bevor er den nationalen Notstand ausrief, hat Trump selbst hart darauf hingearbeitet den Armen diese Versicherung wieder wegzunehmen und Sozialprogramme zu kürzen - genau die Dinge, die den Süchtigen helfen.

"Heilung statt Spaltung" - Donald Trump startet Charme-Offensive bei Twitter .
"Heilung statt Spaltung" - Donald Trump startet Charme-Offensive bei TwitterAm Dienstagabend (Ortszeit) wird Trump vor Tausenden Anhängern in Phoenix (Arizona) sprechen - trotz der Bitte des demokratischen Bürgermeisters der Stadt, Greg Stanton, der Nation so kurz nach Charlottesville erst einmal Zeit zur Verarbeitung und "Heilung" zu geben. Auch besteht die Sorge, dass es zu Zusammenstößen zwischen Trump-Anhängern und Gegendemonstranten kommen könnte.

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