Welt & Politik Schulz will Reiche stärker besteuern

11:50  19 juni  2017
11:50  19 juni  2017 Quelle:   dpa

Deutsche Exporte ziehen stärker an als erwartet

  Deutsche Exporte ziehen stärker an als erwartet Die deutschen Exporte haben im April weit mehr zugelegt als erwartet. Sie stiegen um 0,9 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet, nachdem es im März ein Plus von 0,4 Prozent gegeben hatte. Die Importe legten im April um 1,2 Prozent zum März zu. © REUTERS/Fabian Bimmer (GERMANY - Tags: BUSINESS MARITIME) Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es jedoch bei den Exporten ein Minus von 2,9 Prozent. Sie summierten sich auf 101,0 Milliarden Euro.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat erste Eckpunkte des sozialdemokratischen Steuerkonzepts genannt. Unter anderem will er Reiche stärker besteuern und mittlere Einkommen entlasten, wie er im Interview mit der "FAZ" erklärte.

Und damit sich die Bundestagswahl zu seinen Gunsten entscheidet, hat er einen Plan gefasst: Er will die Reichen in Deutschland stärker zur Kasse bitten. Es müsse Schluss damit sein, dass der Staat "Geschenke an die Reichen " verteile, sagte Schulz . "Dass normale Arbeit besteuert wird

Der Spitzensteuersatz solle später gelten, um die arbeitende Mitte zu entlasten, hatte Schulz angekündigt. © Foto: Kay Nietfeld Der Spitzensteuersatz solle später gelten, um die arbeitende Mitte zu entlasten, hatte Schulz angekündigt.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will heute im Berliner Willy-Brandt-Haus das Steuerkonzept seiner Partei für die Bundestagswahl im Herbst vorstellen. Mit dabei sind nach Parteiangaben die stellvertretenden Vorsitzenden Olaf Scholz und Thorsten Schäfer-Gümbel.

Schulz hatte am Wochenende bekräftigt, dass die Sozialdemokraten Reiche stärker zur Kasse bitten wollen. In der Steuerpolitik gelte der Grundsatz: «Diejenigen, die für ihr Geld arbeiten, dürfen nicht schlechter gestellt werden als diejenigen, die ihr Geld für sich arbeiten lassen», sagte er in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Der Spitzensteuersatz solle später gelten, um die arbeitende Mitte zu entlasten, hatte Schulz angekündigt. Es sei nicht klug, diesen schon bei einem zu versteuernden Einkommen von 54.000 Euro greifen zu lassen.

Ihr komplettes Wahlprogramm für die Bundestagswahl will die SPD will am kommenden Sonntag (25. Juni) auf ihrem Bundesparteitag in Dortmund verabschieden.

Union in Forsa-Umfrage bei 40 Prozent - Bester Wert seit 2015 .
Die Union legt in Umfragen weiter zu und vergrößert den Abstand zur SPD. Im "stern"-RTL-Wahltrend vom Mittwoch verbessern sich CDU und CSU gegenüber der Vorwoche um einen Punkt auf 40 Prozent und erzielen damit den besten Wert in einer Forsa-Umfrage seit September 2015. Die SPD liegt unverändert bei 23 Prozent. Die Linkspartei gibt zur Vorwoche einen Punkt auf neun Prozent ab. Mit neun Prozent könnten auch die Grünen rechnen, wenn am Sonntag gewählt würde. Sie legen um einen Punkt zu. Die FDP büßt demnach einen Punkt auf sieben Prozent ein, die AfD verharrt ebenfalls bei sieben Prozent.

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