Welt & Politik China und Iran beginnen gemeinsame Militärübung im Golf

22:35  18 juni  2017
22:35  18 juni  2017 Quelle:   Reuters

Gazprom erhält Zuschlag für Riesenprojekt

  Gazprom erhält Zuschlag für Riesenprojekt Der weltgrößte Erdgasproduzent Gazprom hat einen lukrativen Auftrag im Iran an Land gezogen. Der Konzern soll das riesige Gasfeld Farzad B ausbeuten. Die Reserven werden auf 21,7 Billionen Kubikmeter geschätzt. Das jährliche Fördervolumen soll sich pro Tag auf knapp 31 Millionen Kubikmeter belaufen. Gazprom profitierte dabei von einem Streit zwischen Indien und Iran. Denn eigentlich hatte der indische Energiekonzern Oil and Natural Gas Corporation das Vorkommen bereits 2012 entdeckt. Da sich - trotz im vergangenen Jahr noch anderslautender Bekundungen der Staatschefs Narendra Modi (Indien) und Hassan Rouhani (Iran) - beide Parteien nicht über die zukünftige Ausbeutung einigen konnten und Indien Iran mit einer Verringerung der iranischen Ölimporte verärgerte, kam Gazprom zum Zug. Aktie arbeitet an BodenbildungEs bleibt dabei: Die mittel- bis langfristigen Aussichten für Gazprom sind weiterhin sehr gut und die Aktie ist extrem günstig bewertet (KGV von 4, KBV von 0,2 und eine Dividendenrendite von 6,1 Prozent). Allerdings sieht das Chartbild immer noch trüb aus, auch wenn der Kurs mittlerweile zumindest an einer Bodenbildung arbeitet. Nicht investierte Anleger sollten daher weiter abwarten. Wer die Gazprom-Papiere bereits besitzt, beachtet den Stopp bei 3,50 Euro.

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Vor dem Hintergrund der Spannungen um das Emirat Katar haben China und Iran im Persischen Golf eine gemeinsame Militärübung begonnen.

Ein iranischer und zwei chinesische Zerstörer würden an der Übung teilnehmen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Das Manöver werde im östlichen Teil der Straße von Hormus stattfinden. 700 iranische Soldaten nähmen daran teil. Die beiden chinesischen Militärschiffe lägen derzeit im iranischen Hafen Bandar Abbas. Es sei die erste gemeinsame Übung seit 2014.

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Das Militärmanöver könnte die Spannungen in der Region noch verstärken, nachdem Saudi-Arabien sowie einige andere arabische einen Boykott gegen Katar verkündet hatten. Hintergrund sind Vorwürfe, dass das Emirat islamistische Gruppen in anderen Ländern unterstütze und diplomatische Kontakte zu Iran unterhalte. In Katar befindet sich eine große US-Militärbasis, auch türkische Soldaten sind dort stationiert. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die ebenfalls die Beziehungen zu Katar abgebrochen haben, gibt es einen französischen Marinestützpunkt. Die Straße von Hormus gilt wegen der Gas- und Öllieferungen aus den Golfstaaten in alle Welt als sehr wichtige Handelsroute.

In den vergangenen Monaten hatte die US-Regierung der iranischen Marine mehrfach vorgeworfen, amerikanische Kriegsschiffe in der Straße von Hormus mit der Entsendung von Schnellbooten provoziert zu haben, die Scheinangriffe auf die Militärschiffe geführt haben sollen.

Iran und Türkei stellen sich hinter Katar .
Indes rief US-Außenminister Tillerson in der diplomatischem Krise mit den Saudis zum Dialog auf. In der diplomatischen Krise um Katar haben sich der Iran und die Türkei klar auf die Seite des Emirats gestellt. Teherans Politik ziele darauf ab, die Beziehungen zu Katar "immer weiter zu entwickeln", sagte der iranische Präsident Hassan Rouhani am Sonntag nach einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani. Teheran stehe "an der Seite des Volkes und der Regierung von Katar", versicherte Rouhani. Der iranische Luftraum ebenso wie seine Seegebiete und sein Territorium stünden Katar "jederzeit offen", das Golf-Emirat sei "ein Bruderstaat". Blockade durch arabische Staaten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den gasreichen Wüstenstaat am Persischen Golf verhängt. Der Iran kündigte inzwischen an, jeden Tag über den Golf rund 1.100 Tonnen Früchte und Gemüse nach Katar zu liefern. Die Gegner Katars fordern laut Medienberichten unter anderem die Schließung des Nachrichtensenders Al-Jazeera, eine Distanzierung Katars vom Iran und die Schließung eines türkischen Militärstützpunktes in dem Emirat.

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