Welt & Politik Iran droht Saudi-Arabien mit schwerem Gegenschlag im Konfliktfall

10:25  08 mai  2017
10:25  08 mai  2017 Quelle:   Reuters

Deutsche Wirtschaft hofft auf Aufbruch in Saudi-Arabien

  Deutsche Wirtschaft hofft auf Aufbruch in Saudi-Arabien Die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft sehen gute Chancen, von den eingeleiteten Reformen in Saudi-Arabien zu profitieren. © REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. Siemens und SAP unterzeichneten am Sonntag bei einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in dem ölreichen Land Absichtserklärungen für die Digitalisierung des Landes. Merkel sprach von "wichtigen Abmachungen". Das Land sei mit dem Programm "Vision 2030" auf dem Weg in eine weniger vom Öl abhängige Wirtschaft.

Das Video wird geladen Im Kosovo droht die Blutrache.

Sie haben die maximale Seitenabruf-Frequenz ueberschritten. Emanuele Ottolenghi: The Iranian Shell Game.

Der Tonfall zwischen dem Iran und Saudi-Arabien ist am Sonntag schärfer geworden.

  Iran droht Saudi-Arabien mit schwerem Gegenschlag im Konfliktfall © REUTERS/Sergei Karpukhin

Der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan drohte mit einem Angriff, der im Königreich "keinen Ort außer Mekka und Medina unberührt" lassen werde, sollte die Regierung in Riad "etwas Ignorantes unternehmen". Die von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitete Erklärung folgt ungewöhnlich deutlichen Bemerkungen von Vize-Kronprinz Mohammed bin Salman vom Dienstag, der dem Iran vorgeworfen hatte, das Königreich ins Visier zu nehmen. "Wir werden nicht warten, bis die Schlacht nach Saudi-Arabien kommt, sondern daran arbeiten, dass die Schlacht im Iran statt in Saudi-Arabien stattfinden", sagte er.

Das sunnitische Königreich und der schiitische Religionsstaat sind regionale Rivalen, die etwa im syrischen Bürgerkrieg verschiedene Seiten unterstützen. Mekka und Medina sind heilige Stätten im Islam.

Saudis und Russen vereinbaren Verlängerung der Öl-Förderkürzung .
Die Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland haben sich auf eine Verlängerung der laufenden Fördersenkung verständigt. Die Frist soll von Mitte dieses bis März kommenden Jahres ausgeweitet werden, wie die Energieminister beider Länder, Chalid al-Falih und Alexander Nowak, am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking mitteilten. Die von Saudi-Arabien dominierte Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und andere Ölproduzenten unter Führung Russland hatten Ende vergangenen Jahres vereinbart, im ersten Halbjahr 2017 die Förderung um fast 1,8 Millionen Barrel am Tag zu reduzieren.

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