Sport Warum Sebastian Vettel nicht auf Facebook ist

13:05  19 juni  2017
13:05  19 juni  2017 Quelle:   Formel1.de

Spitzenreiter Vettel gegen Kanada-Experte Hamilton

  Spitzenreiter Vettel gegen Kanada-Experte Hamilton 14 Kurven, 4361 Meter. Wer meistert die eine entscheidende Runde am besten: Sebastian Vettel im Ferrari oder Lewis Hamilton mit seinem Mercedes. Wird es Vettel sein, der 2013 von seiner dritten Kanada-Pole den ersten und bislang einzigen Sieg dort feierte, oder Lewis Hamilton im Mercedes, der die mit Abstand beste Bilanz von allen aktiven Fahrern in Montréal vorweisen kann? Oder schafft es wieder ein Teamkollege der beiden WM-Duellanten? Bislang jedenfalls machten Ferrari und Mercedes die Poles unter sich aus. Die Entscheidung fällt am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis von Kanada.

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Das Video wird geladen Interview VII: Sebastian Kurz.

Sebastian Vettel: Selfie mit Sebastian Vettel: Nicht jeder Fan scheint zu wissen, warum er das macht. © xpbimages.com Selfie mit Sebastian Vettel: Nicht jeder Fan scheint zu wissen, warum er das macht.

"Habe dieses Mitteilungsbedürfnis nicht": Sebastian Vettel erklärt, warum er in den sozialen Netzwerke nicht aktiv ist und berichtet von seltsamen Fotowünschen.

Die Selbstvermarktung über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Instagram gehört für viele Formel-1-Fahrer heutzutage wie selbstverständlich zum Alltag dazu. Die große Ausnahme bilden da im aktuellen Fahrerfeld nur die beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel. Der viermalige Weltmeister, der sein Privatleben konsequent von der Öffentlichkeit abschirmt, kann dem Trend, sich ständig selbst in Pose zu setzen, nicht viel abgewinnen.

Ferraris Reifentrick hievte Vettel an die Spitze

  Ferraris Reifentrick hievte Vettel an die Spitze Endlich wieder ein Ferrari, der um den WM-Titel fährt. Und dann noch mit einem Deutschen am Steuer. Sebastian Vettel macht die Scuderia in diesem Jahr zu einem heißen Titelanwärter. Wobei: Eigentlich müsste man es andersherum formulieren: Die Roten haben Vettel an die Spitze gehievt. Durch einen Reifen-Coup, der bis ins vergangene Jahr zurückreicht. Test-Weltmeister Vettel zieht entscheidenden Vorteil Noch in der laufenden Saison 2016 hielt Hersteller Pirelli 25 Testtage ab, um die Entwicklung der Pneus fürs kommende Jahr voranzutreiben und für die neuen Boliden zu optimieren. Von diesem Angebot hat in erster Linie Ferrari Gebrauch gemacht. Vettel spulte bei den Reifentests mehr Kilometer als jeder andere Top-Fahrer in seinem Testauto ab - insgesamt 2.228. Auch Kimi Raikkönen kam auf 1.054 Kilometer. Die Konkurrenz dagegen ließ die Gelegenheit verstreichen - zumindest was die Topfahrer angeht. Wie Motorsport-Total schreibt, bemühte sich Mercedes-Pilot Lewis Hamilton nur für 50 Test-Kilometer ins Auto. Stattdessen spulte Testfahrer Pascal Wehrlein das Programm nahezu allein ab (3.248 km). Mercedes erkennt: "Da haben wir geschlafen" "Da haben wir geschlafen", ärgert sich der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda. Und auch Motorsportchef Toto Wolff bestätigte dem Portal: "Im Nachhinein hätten wir es vielleicht besser machen sollen.

Sebastian Vettel (r) sitzt dem WM-Führenden Jenson Button bildlich im Nacken.

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"Ich verstehe einfach nicht, dass man ständig mitteilen muss, was man macht, wo man ist und mit wem man alles unterwegs ist", sagt Vettel im Interview mit RTL. "Ich habe dieses Mitteilungsbedürfnis einfach nicht. Ich mache Leuten aber keinen Vorwurf, wenn sie ständig von sich erzählen", so der Ferrari-Pilot mit Blick auf so manche Kollegen, die bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit Fotos von sich posten.

Für Vettel ist es auch eine Typ-Frage, denn die Rolle des Selbstdarstellers habe ihm noch nie gelegen. "Ich glaube ich bin in einer Generation groß geworden, die sich eher dafür geschämt hat, Bilder von sich zu machen oder zu sehen", denkt Vettel an seine Schulzeit zurück. "Es gab natürlich in der Klasse immer den ein oder anderen, der geprahlt hat, was er alles kann und so weiter. Dazu habe ich eher nicht gezählt."

Wolff würde Ferrari-Teamchef "eine reinhauen"

  Wolff würde Ferrari-Teamchef In der aktuellen Formel-1-Saison kämpfen Mercedes und Ferrari bislang auf Augenhöhe um die Weltmeisterschaft 2017. Das Duell freut Toto Wolff, auch wenn er nicht immer gut auf die Scuderia zu sprechen ist. Während der Rennen "würde ich Maurizio (Arrivabene, Teamchef von Ferrari; Anm. d. Red) am liebsten eine reinhauen", verriet der Mercedes-Motorsportboss dem Fernsehsender Channel 4: "Danach kann ich aber anerkennen, dass sie einen guten Job gemacht haben."Mehr: Baku: Vettel auch im Abschlusstraining mit Problemen | Vettel bekennt sich zu Ferrari: "Keine großen Überraschungen" | Mercedes vs.

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Verwundert ist Vettel auch über den Selfie-Trend vieler Fans. Seiner Ansicht nach gehe es vielen mehr um das Foto selbst als um das Erlebnis der Begegnung mit einem Formel-1-Star. "Die Leute kommen und fragen: 'Können wir ein Foto machen?' Und zack sind sie wieder weg", sagt er. Nur wenige würden sich die Mühe machen und einige Worte mit ihm wechseln. Und auch über den Zweck des Fotos scheinen sich manche keine Gedanken zu machen. "Ich frage oft, was die Leute damit machen", so Vettel. Oft sei die Antwort darauf: "Keine Ahnung." "Da sage ich: 'Dann ist es ja gut, dass sie eins gemacht haben'", so der Deutsche mit hörbar ironischem Unterton.

Auch folgendes Erlebnis mit einem Fan ließ Vettel etwas verwundert zurück. "Letztens meinte jemand: 'Ich brauche das als Beweis für meine Freunde. Da meinte ich: 'Da sind sie ja ein glaubwürdiger Freund, wenn sie ihnen das sonst nicht glauben.'" Diese pure Jagd nach einem Schnappschuss kann Vettel nicht verstehen. "Ich habe viel mehr davon, jemanden die Hand zu schütteln und dann das Erlebnis zu beschreiben, jemanden getroffen zu haben."

Kritik an Vettel wächst: "Im Fußball wäre es Rot gewesen" .
Der frühere Formel-1-Fahrer Christian Klien hätte Sebastian Vettel in Baku Rot gezeigt, weiß aber auch, dass der deutsche Ferrari-Star von Lewis Hamilton provoziert worden ist.Hamilton sei außerdem nicht auf die Bremse gestiegen, sondern "nur nach der Kurve nicht aufs Gas, um einen Abstand zum Safety Car zu schaffen", sagte Klien: "Natürlich war es eine Provokation, aber auch ein Taktikspiel." In jedem Fall sei die Zehn-Sekunden-Strafe gegen Vettel viel zu milde gewesen.

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