Sport Werner: "Mittlerweile blende ich die Pfiffe aus"

12:10  19 juni  2017
12:10  19 juni  2017 Quelle:   kicker

Löw verurteilt Pfiffe gegen Timo Werner

  Löw verurteilt Pfiffe gegen Timo Werner Joachim Löw hat nach dem Heimsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen San Marino die Pfiffe gegen den Leipziger Angreifer Timo Werner bei dessen Einwechslung verurteilt. «Die Pfiffe habe ich gehört. Ich wusste erst gar nicht, warum. Und ich frage mich immer noch: Warum wird der Timo Werner eigentlich ausgepfiffen?», sagte der Bundestrainer am Samstagabend in Nürnberg.«Es gab mal eine Schwalbe von ihm. Er hat einen Fehler gemacht, den hat er zugegeben», ergänzte Löw und appellierte für die Zukunft an die Zuschauer bei Länderspielen: «Das ist ein sehr junger Spieler, ein Nationalspieler.

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Lars Stindl und Timo Werner: Deutsche WM-Qualifikation am 10. Juni 2017 in Nürnberg gegen San Marino: Timo Werner, rechts, ersetzt Last Stindl. © imago Deutsche WM-Qualifikation am 10. Juni 2017 in Nürnberg gegen San Marino: Timo Werner, rechts, ersetzt Last Stindl.

Timo Werner spaltet die deutsche Fangemeinde. Seit seiner Schwalbe gegen Schalke vor fast sieben Monaten ist der Leipziger zu einer Reizfigur im deutschen Fußball geworden. Vor dem Start des Weltmeisters beim Confed-Cup in Russland spricht der Nationalspieler im "kicker" über die Pfiffe und die Parallelen zu Mario Gomez.

Perform-Video: Werner kassiert Lob des Kollegen

Vor einer Woche, bei seiner Einwechslung gegen San Marino in Nürnberg, hat ihn das Publikum ausgepfiffen. Im Anschluss an den 7:0-Sieg über den Fußballzwerg in der WM-Qualifikation sah sich Joachim Löw genötigt, das Wort zu ergreifen. "Ein Nationalspieler, der am Anfang seiner Karriere steht und in der Bundesliga 21 Tore erzielt hat, der darf nicht ausgepfiffen werden, das ist nicht in Ordnung", schimpfte der Bundestrainer. "Es gab mal eine Schwalbe, er hat einen Fehler gemacht, den hat er zugegeben. Aber das ist ein sehr, sehr junger Spieler."

"Nur, weil ich für RB Leipzig spiele" - Aufregung um Pfiffe gegen Timo Werner

  Ausgebuht und ausgepfiffen: Eine Schwalbe aus dem Dezember hängt Timo Werner immer noch nach. Mehrere Mitspieler und der Bundestrainer sprangen ihm in Nürnberg zur Seite. Werner hatte am Ende eines aus seiner Sicht gebrauchten Abends keinen Bock auf das Reizthema Nummer 1. "Nö", sagte der Nationalstürmer von RB Leipzig nach dem 7:0 (4:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen San Marino, er habe die Pfiffe und Buhrufe der Fans in Nürnberg gegen ihn nicht wahrgenommen.

Werner Wildhagen im RWO-Archiv.

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Werner geht für einen 21-Jährigen bemerkenswert erwachsen mit der Situation um. "Ich muss das jetzt wegstecken und hoffe, dass die Zeit alle Wunden heilt. Eines kann ich sagen: Ich habe aus dieser Sache gelernt, und ich werde gestärkt da rausgehen", sagt der Stürmer von RB Leipzig. "In der Bundesliga wurde ich noch heftiger ausgepfiffen und beschimpft, und da habe ich meine Tore auch geschossen. Mittlerweile blende ich das aus und spiele einfach mein Spiel."

"Mein Ziel muss sein, dass die deutschen Fans irgendwann froh sind, mich im Nationaltrikot zu sehen." - Timo Werner

Das Beispiel seines Vorbildes Mario Gomez, der in der Nationalelf einen ähnlichen Spießrutenlauf erlebte wegen vergebener Großchancen, mittlerweile aber bejubelt wird, macht Werner Mut: "Mein Ziel muss sein, dass die deutschen Fans irgendwann froh sind, mich im Nationaltrikot zu sehen. Dass sie sagen: Zum Glück haben wir den Jungen, der das entscheidende Tor beispielsweise im WM-Halbfinale erzielt hat. Dieser Gedanke spornt mich an."

Fans außer sich: Brautkleid-Shitstorm für Victoria Swarovksi .
Fans außer sich: Brautkleid-Shitstorm für Victoria Swarovksi"Hätte auch gedacht, dass Victoria bodenständiger ist", "Bescheuert... Die Reichen wissen echt nicht mehr, wohin mit dem Geld" und "800.000 Euro, da kauf ich mir andere Dinge... Kein Kleid", ärgern sich die Fans auf Facebook. Die Promiflash-Leser können es nicht nachvollziehen und finden den Preis für das Dress viel zu übertrieben. In einer kürzlich gestarteten Umfrage finden 6.982 von insgesamt 9.251 abgegebenen Stimmen das Kleid überteuert – 2.269 (24,5 Prozent) finden es hingegen vollkommen in Ordnung.

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