Sport Rosberg verzichtet auf Konter nach brisanten Wolff-Aussagen

14:35  18 juni  2017
14:35  18 juni  2017 Quelle:   dpa

Nico Rosberg reagiert auf pikante Wolff-Aussagen: "Mir egal"

  Nico Rosberg reagiert auf pikante Wolff-Aussagen: Nico Rosberg glaubt seinem ehemaligen Teamchef eher als einer englischen Zeitung.Toto Wolff hatte gestern mit einigen Aussagen in der britischen Tageszeitung "Daily Mail" für Aufsehen gesorgt, als er Nico Rosberg als Intriganten und als "den Bösen" im Psychoduell mit Teamkollege Lewis Hamilton bezeichnete. Jetzt hat der amtierende Formel-1-Weltmeister auf die Worte seines ehemaligen Vorgesetzten reagiert.

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Nico Rosberg will sich nicht provozieren lassen. © Foto: Frank Augstein Nico Rosberg will sich nicht provozieren lassen.

Nach den brisanten Aussagen seines ehemaligen Teamchefs Toto Wolff ist Nico Rosberg um eine besonnene Tonart bemüht. «Ich weiß, wie er über mich denkt, daher ist es mir egal, was eine englische Zeitung schreibt», sagte Rosberg der Deutschen Presse-Agentur.

Der zurückgetretene Formel-1-Weltmeister will sich von einem Bericht der britischen «Daily Mail» mit bemerkenswerten Wolff-Sätzen über Rosberg und dessen vergangenes Duell mit dem britischen Dreifach-Champion nicht provozieren lassen.

Allerdings sprechen die Sätze von Wolff durchaus für sich, in welchem genauen Zusammenhang sie auch immer gefallen sein mögen. «Nico hat alle Waffen eingesetzt, die er hatte», sagte Wolff der Zeitung zufolge. Es habe alle Psychospielchen gegeben, um den Gegner zu destabilisieren. Und Rosberg sei der Bösartige gewesen. Nach Angaben der Zeitung soll Wolff auch auf die Frage, wer der wahre Intrigant in dem Zweikampf gewesen sei, geantwortet haben: «Der, der nicht mehr hier ist.»

Psychokrieg mit Hamilton: Rosberg für Wolff "der Böse"

  Psychokrieg mit Hamilton: Rosberg für Wolff Sie haben sich gezofft, sie haben sich schikaniert - und bisweilen auch von der Strecke geschossen. Ihren Psychokrieg trieben die Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton und Nico Rosberg in der vergangenen Saison bis zum Äußeren. Der Zoff der Stallrivalen mündete im Rücktritt Rosbergs - drei Tage nach seinem WM-Triumph. Wolff: Rosberg der wahre Intrigant In der Daily Mail hat Mercedes-Boss Toto Wolff jetzt seine persönliche Einschätzung zu dem Duell abgegeben - und eine überraschende Sichtweise geäußert. Auf die Frage, wer der wahre Intrigant in seinem Team gewesen sei, antwortete Wolff: "Derjenige, der nicht mehr hier ist. Der Boshaftere." Gemeint war Rosberg. Nach Ansicht seines früheren Chefs hat der Deutsche im Kampf um die WM-Krone "alle Waffen genutzt, die er hatte". Persönliche Geschichte spielt eine Rolle "Es gab all die Psycho-Spielchen, die man spielen kann, um seinen Rivalen aus dem Konzept zu bringen", sagte Wolff. Der Mercedes-Boss ist sich sicher, dass auch die persönliche Geschichte der beiden Fahrer eine Rolle gespielt habe. "Sie haben unterschiedliche Backgrounds und fuhren schon früh gegeneinander, während sie aufwuchsen. Es läuft nicht alles ohne Probleme ab, wenn zwei Teamkollegen ein Auto haben, das gut genug ist, Weltmeister zu werden." Damit spielt Wolff auch darauf an, dass Rosberg im luxuriösen Monaco aufwuchs, während Hamilton eher aus einfachen Verhältnissen stammt. Rosberg und Hamilton waren vier Jahre Teamkollegen, bevor Rosberg 2016 den Weltmeister-Titel holte und kurz danach zurücktrat.

Viele werden es übers Wochenende bereits erfahren haben, dass Jochen überraschend gestorben ist. Wir brauchen jetzt alle ein paar Momente der Ruhe und Besinnung, um dann auch zu überlgen wie es weitergeht. Auf Grund des Trauerfalles und in Übereinstimmung mit den Angehörigen ist die Webseite

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Rosberg hatte wenige Tage nach seinem ersten WM-Titel mit 31 Jahren seinen Rücktritt erklärt. Er war aus seinem noch gültigen Vertrag ausgestiegen und hatte auch sein Team mit der überraschenden Entscheidung vor Probleme gestellt, zeitnah einen Nachfolger zu finden. Es wurde letztlich der Finne Valtteri Bottas. Und es fiel seitdem mehrfach auf, dass sowohl Hamilton als auch Wolff die Zusammenarbeit des neuen Duos des Silberpfeile immer wieder hervorhoben und lobten.

Zudem betonte Hamilton mehrfach, dass mit dem WM-Kampf gegen Ferrari-Pilot Sebastian Vettel nun erst die Besten gegeneinander fahren würden. «Ich kriege das nebenbei etwas mit, weil ich im Internet unterwegs bin und ab und zu lese, was er so loslässt», sagte Rosberg in einem Interview der «Bild am Sonntag». «Das ist lustig, es tangiert mich einfach nicht mehr. Ich habe meine Schlacht gewonnen.»

Spekulationen um Rosberg-Comeback: Toto Wolff relativiert

  Spekulationen um Rosberg-Comeback: Toto Wolff relativiert Mercedes-Boss Toto Wolff muss klarstellen was er meinte als er von der Rückkehr von Weltmeister Nico Rosberg in die Formel 1 sprachToto Wolff hat in dieser Saison wieder alle Hände voll tu tun: Er muss Zuhause ein Neugeborenes füttern, sich an der Strecke mit seinem Mercedes-Team gegen Ferrari verteidigen, und daneben auch noch viel Aufklärungsarbeit betreiben. Denn immer wieder scheinen Schlagzeilen aus Aussagen des Österreichers zu entstehen, die so gar nicht gemeint waren. Was in Monaco noch die "italienische Verschwörung" war, ist in Kanada die Weltmeister-Comeback-News gewesen.

KB Wesel.

Drei Jahre lieferten sich Hamilton und Rosberg ein erbittertes Duell. Es waren die Jahre der Mercedes-Hoheit, andere Teams waren nur Beiwerk. Im Fokus stand jedes Rennwochenende der Kampf des blonden Weltmeister-Sohns aus gut situierten Verhältnissen und des ersten dunkelhäutigen Piloten in der Formel-1-Historie, dessen eingewanderter Vater einst noch Nebenjobs annehmen musste, um die Karriere des Sohnes zu ermöglichen. Zwischen Rosberg und Hamilton hätte es womöglich Faktoren gegeben, von denen man gar nichts wisse, meinte Wolff.

Rosberg, der sich schon zu seinen Teamzeiten öffentlich immer als Teamplayer präsentiert hatte, betonte am Sonntag dann noch mal, dass er und Wolff ein ausgezeichnetes Verhältnis hätten. «Am Dienstag haben wir bei einem Charity zusammen 600 000 Euro für blinde Kinder gesammelt», sagte Rosberg.

Hamilton schickt Giftpfeil an Rosberg .
Bei Lewis Hamilton ist nach seinem dominanten Sieg in Kanada die Stimmung wieder bestens. Man mag es kaum glauben, aber durch den zweiten Platz von Teamkollege Valtteri Bottas feierte Mercedes seinen ersten Doppelsieg überhaupt in dieser Saison. (Das Datencenter zur Formel 1) Es ist noch nicht so lange her, da war diese Konstellation noch Usus. Jedoch nicht immer zur Freude des Briten. Die Dauerfehde mit Ex-Kumpel Nico Rosberg entwickelte sich vor allem zum Ende der letzten Saison zum Hassgipfel, schließlich entriss der Deutsche Hamilton beim letzten Rennen den WM-Pokal. Hamilton: "Ein anderes, professionelles Level" Einmal in Plauderlaune, erzählte der Vize-Weltmeister nun ein bisschen etwas über das neue Binnenklima bei Mercedes - nicht ohne einen kräftigen Seitenhieb in Richtung seines Ex-Teamkollegen zu verteilen. "Mit Valtteri ist es definitiv anders, die Chemie zwischen uns ist eine andere. Wir arbeiten auf einem anderen, professionellen Level zusammen, das über jedem steht, wie ich es in den letzten Jahren erlebt habe." Rosbergs Name fällt zwar nicht direkt, die Aussage kann aber klar als Giftpfeil in Richtung seines zurückgetretenen Jugendfreundes verstanden werden. Im Umkehrschluss heißt das nämlich: Hamilton empfand das Verhältnis zu Rosberg, mit dem er von 2013 bis 2016 im Silberpfeil fuhr und einen offenen Kampf um die Nummer eins im Team austrug, stets als unprofessionell.

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