Finanzen Familie Pinault als Großaktionär - Kering-Ausstieg treibt Puma Richtung MDax

09:55  14 januar  2018
09:55  14 januar  2018 Quelle:   Handelsblatt

Dax legt dank Wall Street weiter zu

  Dax legt dank Wall Street weiter zu Der Rückenwind von der Wall Street hat den Dax zum Wochenschluss noch etwas weiter angeschoben. Der deutsche Leitindex rückte im frühen Handel um 0,55 Prozent auf 13.239,93 Punkte vor. Seit dem Rutsch bis auf 12 745 Punkte zum Jahresauftakt hat sich das Börsenbarometer damit bereits wieder um fast 4 Prozent erholt. Damit steuert der Dax auf ein Wochenplus von rund 2,5 Prozent zu.Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Freitag 0,23 Prozent auf 26.811,28 Zähler, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,23 Prozent auf 2616,45 Punkte nachgab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum stand moderat im Plus.

: Kering - Ausstieg treibt Puma Richtung MDax . Größter einzelner Aktionär ist künftig die Familie Pinault , die Gründer und Großaktionäre von Kering.

Familie Pinault als Großaktionär : Kering - Ausstieg treibt Puma Richtung MDax .

Der ungeliebte Eigentümer Kering verabschiedet sich bei Puma. Vorstandschef Bjørn Gulden freut sich auf mehr Unabhängigkeit und peilt den Aufstieg in den MDax an. Mit dem Aktienkurs geht es zunächst aber abwärts.

Puma wird bald wieder unabhängig. Kein Wunder, dass sich Vorstandschef Bjørn Gulden an diesem Freitagmorgen in glänzender Laune zeigte. „Für uns als Management ist das die bevorzugte Option“, frohlockte der Norweger in einer Telefonkonferenz.

In der Tat: Für den 52-Jährigen und seine Kollegen an der Spitze der Marke mit dem Raubtierlogo hätte es nicht besser laufen können. Am Donnerstagabend hat Großaktionär Kering angekündigt, seine Puma-Aktien im Frühjahr unter den eigenen Anteilseignern als Dividende zu verteilen. Bislang hielten die Franzosen 86 Prozent an dem Herzogenauracher Sportkonzern. Künftig wird es keinen Mehrheitsaktionär mehr geben. Gulden braucht sich damit nicht mehr mit Paris absprechen, wenn es um wegweisende Entscheidungen geht. Damit werde Puma noch wendiger, betonte der Manager.

Özdemir - Gabriel sendet falsche Signale in Richtung Türkei

  Özdemir - Gabriel sendet falsche Signale in Richtung Türkei Der scheidende Grünen-Chef Cem Özdemir hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgeworfen, falsche Signale in Richtung Türkei auszusenden. "Wenn ich Deutschland repräsentiert hätte, hätte ich sicherlich nicht mit einem türkischen Teeservice dem amtierenden türkischen Außenminister Tee serviert und mich dabei fotografieren lasen", kritisierte Özdemir am Montag im ARD-Morgenmagazin Gabriels Treffen mit dessen Kollegen Mevlüt Cavusoglu in Goslar. Diese Bildsprache werde in der Türkei derart verstanden, "dass quasi Deutschland die Türkei und den türkischen Außenminister bedient".

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Es hätte auch ganz anders laufen können. Seit Jahren schon hielten sich Gerüchte, Kering würde Puma verkaufen – an Investoren oder Wettbewerber. Dann hätte Gulden womöglich seinen Schreibtisch in Herzogenaurach räumen oder sich zumindest mit einem neuen Eigentümer arrangieren müssen.

Der Puma-Chef freut sich über den Ausstieg von Großaktionär Kering. Foto: dpa © dpa Der Puma-Chef freut sich über den Ausstieg von Großaktionär Kering. Foto: dpa

Nun aber werde er die eingeschlagene Strategie fortsetzen, so Gulden. Der ehemalige Profi-Kicker versucht seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren, die Marke wieder auf den Fußballplätzen zu verbreiten und in die Fitness-Studios zu bringen. Gleichzeitig setzt er auf sportlichen Lifestyle, um die Jugend einzukleiden.

Wenn Kering seine Pläne wie angekündigt umsetzt, sind 55 Prozent der Puma-Aktien künftig frei handelbar. Damit stiegen die Chancen, wieder in den MDax einzuziehen, unterstrich Gulden. Puma war schon einmal in der zweiten Börsenliga. Das Traditionsunternehmen musste den Index aber im Herbst 2013 verlassen, weil der Anteil von Kering zu groß geworden war und immer weniger Aktien gehandelt wurden. Seither notiert die Firma im Nebenwerteindex SDax. Puma sei für Investoren bald wesentlich attraktiver, so Gulden.

Puma-Aktie - Absturz als Kaufchance

  Puma-Aktie - Absturz als Kaufchance Eine schöne Gelegenheit zu einem Long-Trade ergibt sich bei der Puma-Aktie. Davon sind auch die Analysten überzeugt und nennen Kursziele zwischen 375 und 430 Euro. Wir setzen zumindest auf einen Rebound an die um 350 Euro verlaufende 200-Tage-Linie und bauen auf die Fibonacci-Unterstützung um 300 Euro. Von Stefan MayriedlDas Tief dürfte die Puma-Aktie bereits ausgelotet haben. Nach dem angekündigten Ausstieg des Mehrheitsaktionärs Kering war der SDAX-Wert auf ein Neun-Monats-Tief von 285,50 Euro gefallen. Was für eine Kaufgelegenheit! Da waren sich auch die Analysten einig, die frische Kursziele von 375 (Warburg), 405 (Berenberg) und 430 Euro (Equinet) nennen.

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Binnen Jahresfrist ist der Kurs um fast 40 Prozent geklettert, der Börsenwert liegt bei rund fünf Milliarden Euro. Als am Donnerstagnachmittag erste Gerüchte über die Absichten von Kering aufkamen, verloren die Papiere jedoch schnell mehr als vier Prozent. Im frühen Handel am Freitagmorgen ging es weiter bergab, der Kurs brach zeitweise um mehr als 15 Prozent ein. Offenbar hatten viele Investoren darauf spekuliert, dass Kering die Marke verkaufen würde. Dann hätten die neuen Eigentümer den verbliebenen Aktionären eine Prämie zahlen müssen, um sie herauszudrängen. Doch daraus wird nun nichts.

Ganz wird sich Kering aber nicht zurückziehen. Der Luxusgüterkonzern wird 16 Prozent der Anteile behalten. Größter einzelner Aktionär ist künftig die Familie Pinault, die Gründer und Großaktionäre von Kering. Den Milliardären werden 29 Prozent der Anteile gehören.

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  Starker Euro sorgt für Verluste - Pro7Sat.1-Aktie an Dax-Spitze Der starke Euro hat am Montag den deutschen Aktienmarkt belastet.  Der deutsche Leitindex verlor im frühen Handel um 0,23 Prozent auf 13 214,56 Punkte. Der MDAX der 50 mittelgroßen deutschen Unternehmen gab um 0,41 Prozent auf 26 823,31 Punkte nach. Der Technologie-Index TecDAX büßte 0,45 Prozent auf 2651,95 Punkten ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank zugleich um 0,20 Prozent.

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Puma-Chef Gulden sieht keine Nachteile durch den Ausstieg von Kering. Sein Unternehmen habe kaum mit dem Mehrheitseigner zusammen gearbeitet: „Wir sind schon sehr unabhängig.“ Zu Kering gehören zahlreiche Nobelmarken wie Gucci, Bottega Veneta oder Brioni. Kering könne sich nach der Trennung von Puma voll und ganz dem Wachstum seiner Luxushäuser widmen, betonte Konzernchef François-Henri Pinault. Die sind deutlich profitabler als der Turnschuhproduzent.

Kering ist bei Puma im Frühjahr 2007 eingestiegen. Doch die Franzosen wurden nie so recht warm mit den Franken. Das hatte verschiedene Gründe. Einerseits war Puma all die Jahre nicht annähernd so margenstark und erfolgreich wie die Edel-Labels der Firma. Andererseits war nicht zu erkennen, wie Puma von den anderen Kering-Töchtern jemals profitieren könnte – und umgekehrt auch nicht. Immerhin: François-Henri Pinault ließ Gulden weitgehend freie Hand, die darniederliegende Marke in den vergangenen Jahren zu sanieren.

Erste Erfolge sind inzwischen sichtbar. In den ersten neun Monaten 2017 ist der Umsatz um gut 16 Prozent in die Höhe geschossen. Das Ergebnis hat sich mit knapp 134 Millionen Euro knapp verdoppelt. Wiederholt hat Puma-Chef Björn Gulden im Jahresverlauf die Prognose angehoben.

Seinen Kurs will Gulden fortsetzen – und sich ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren. Zukäufe stünden nicht auf der Agenda, unterstrich der Manager: „Puma hat als Marke ein so großes Potenzial, andere Marken sind keine Option“.

Dax aktuell - Dax marschiert zu Handelsbeginn .
Die schwache Performance des US-Aktienmarkts lässt Anleger am Freitag entgegen aller Erwartungen kalt – der Dax gewinnt 0,3 Prozent. Investoren blicken insbesondere auf die Entwicklungen bei Thyssen-Krupp. Anleger in Deutschland haben sich am Freitag von den jüngsten Kursverlusten an der Wall Street und dem nach wie vor starken Euros nicht verunsichern lassen. Der Dax legte zu Handelsbeginn um 0,3 Prozent auf 13.323 Punkte zu. Broker hatten eigentlich mit einem kleinen Minus gerechnet.

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