Finanzen Folgen des Kohle-Bergbaus - Evoniks Millionen halten das Ruhrgebiet über Wasser

09:25  12 september  2017
09:25  12 september  2017 Quelle:   wiwo.de

Oh, Gott!: Keime im Weihwasserbecken entdeckt

  Oh, Gott!: Keime im Weihwasserbecken entdeckt Wer hätte das gedacht? Weihwasserbecken sind oft bakteriell belastet. Das dürfte für viele Dom-Besucher eine unschöne Nachricht sein: Vor allem in Großstadt-Kirchen enthalte das Weihwasser bis zu tausend Keimen pro Milliliter. Das ergaben Messungen der Hochschule Furtwangen (Baden-Württemberg).„Keine Gefahr“„Auch wenn das Wasser in Weihwasserbecken keine Trinkwasserqualität mehr hat, so besteht jedoch keine Gefahr bei äußerlicher Anwendung auf unverletzter Haut“, so die Forscher.

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Folgen des Kohle - Bergbaus Evoniks Millionen halten das Ruhrgebiet über Wasser . Zehn bis 15 Meter läge das Ruhrgebiet unter Wasser , wenn nicht ständig Wasser abgepumpt würde.

Zehn bis 15 Meter läge das Ruhrgebiet unter Wasser, wenn nicht ständig Wasser abgepumpt würde. Die Kosten dafür trägt von 2019 an eine Stiftung - zum Großteil mit den Dividendeneinnahmen aus dem Konzern Evonik.

Fußballfans kennen Evonik als Sponsor von Bundesligist Borussia Dortmund, Anleger als Chemiewert mit stabiler Dividende. Doch der größte Anhänger des Essener Unternehmens dürfte der Bundesfinanzminister sein: Evonik sichert über seine Dividenden die Folgelasten des deutschen Kohlebergbaus.

Der Chemieriese gehört zu mehr als zwei Dritteln der RAG-Kohlestiftung, die die sogenannten Ewigkeitslasten trägt. Solange die Millionen aus Essen fließen, muss der Steuerzahler nach der Schließung der letzten deutschen Zeche für das dauerhafte Abpumpen des Grubenwassers nicht selbst aufkommen - eine ungewöhnliche, aber offensichtlich erfolgreiche Konstruktion.

Barca verordnet Dembele Sonderschichten

  Barca verordnet Dembele Sonderschichten Ousmane Dembele hat beim FC Barcelona mächtig Nachholbedarf. Nach seinem Streik bei Borussia Dortmund muss der Franzose Sonderschichten einlegen, um auf das Level zu kommen, das der neue Klub von ihm sehen will.

Dabei trinken die meisten zu wenig pro Tag. Wasser ist ein Grundbaustein unseres Körpers. Er besteht zu ungefähr zwei Dritteln aus ihm. Für ueber - wasser .com war ich an zwei Tagen im „House of Thomas Henry“ in meiner Heimatstadt Berlin unterwegs.

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Am 12. September ist die Gründung des Unternehmens zehn Jahre her, am 17. September feiert der Chemiekonzern bei einem Festkonzert mit den Berliner Philharmonikern in Essen. „Ich kann in den nächsten 50 Jahren nicht erkennen, dass wir zur Finanzierung der Bergbaulasten den Steuerzahler benötigen. Das Stiftungsmodell funktioniert“, sagt der Evonik-Aufsichtsratschef und Stiftungsvorsitzende Werner Müller selbstbewusst.

Hinter einer Kohlenhalde steht der Förderturm der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop. Foto: dpa: Folgen des Kohle-Bergbaus - Evoniks Millionen halten das Ruhrgebiet über Wasser © dpa Folgen des Kohle-Bergbaus - Evoniks Millionen halten das Ruhrgebiet über Wasser

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und Ruhrkohle-Chef (ab 2003) hat die damals revolutionäre Idee durchgesetzt, die Industriebeteiligungen des früheren Ruhrkohle-Konzerns von den Zechen abzutrennen und in eine Stiftung einzubringen. So wurden die Unternehmen das Haftungsrisiko für den Kohleausstieg los und konnten sich besser entwickeln - dasselbe hofft heute die Energiebranche, nachdem sie sich vom Endlagerrisiko für Atommüll freigekauft hat.

Krankenkassen mit Überschuss von 1,41 Milliarden Euro

  Krankenkassen mit Überschuss von 1,41 Milliarden Euro Die gesetzlichen Krankenkassen haben das erste Halbjahr mit einem Überschuss von rund 1,41 Milliarden Euro abgeschlossen. Der Überschuss des ersten Quartals in Höhe von 612 Millionen Euro habe sich damit mehr als verdoppelt, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Berlin mit. Einnahmen in Höhe von rund 116,4 Milliarden Euro standen demnach Ausgaben von rund 115 Milliarden Euro gegenüber. Die Finanzreserven der 113 Kassen stiegen damit auf rund 17,5 Milliarden Euro.

Im Jahr 1839 überschritt die jährliche Kohleförderung im Ruhrgebiet erstmals die Millionen -Tonnen-Grenze, und schon 1853 waren es mehr als zwei Millionen Der Niedergang der deutschen Kohle . Die Kohlekrise kam 1958 völlig unerwartet, und damit begann im Ruhrgebiet das Zechensterben.

Das Ruhrgebiet ist geborgtes Land. Fast ein Fünftel liegt durch den Bergbau unter dem Grundwasserspiegel und wird künstlich trocken gehalten . Der südliche Teil sackt immer wieder ab, weil tief drunten noch immer Kohle entnommen wird.

Aus dem Chemieunternehmen Degussa, das mehrheitlich zum Ruhrkohlekonzern gehörte, formte Müller die heutige Evonik und übernahm den Vorsitz. Am 12. September 2007 - vor zehn Jahren - präsentierte das neue Unternehmen seinen von Beratern ausgedachten Kunst-Namen in riesigen Lettern an der Fassade des Essener Verwaltungshochhauses. Vorher hatten nur fünf Menschen im Konzern den neuen Namen gekannt, wie Müller erzählt.

Im Frühjahr 2013 ging Evonik an die Börse. Das Unternehmen erwirtschaftet heute mit mehr als 35.000 Mitarbeitern knapp eine Milliarde Euro Reingewinn und deckt rund 80 Prozent der Einnahmen der deutschen Kohlestiftung ab. „Für das Pumpen brauchen wir künftig rund 220 Millionen Euro im Jahr - unsere Einnahmen sind etwa doppelt so hoch“, sagt Müller.

Das Unternehmen setzt mit seinen Produkten auf globale Trends etwa bei der Ernährung: Mit riesigen Fabriken für die Aminosäure Methionin zur Tierfutterproduktion verdienen die Essener an der wachsenden Fleischnachfrage. Beim globalen Bevölkerungswachstum ist Evonik mit Superabsorbern für Babywindeln dabei. Mit der vor wenigen Tagen abgeschlossenen Übernahme des Kieselsäuregeschäfts von J.M. Huber aus den USA setzt der Konzern auf die steigende Nachfrage im Gesundheits- und Kosmetikmarkt etwa für Zahnpasta - ein typischer Boommarkt in Schwellenländern mit wachsendem Wohlstand.

Folgen des Hurrikans : Mindestens 61 Tote durch Auswirkungen des Sturms "Irma"

  Folgen des Hurrikans : Mindestens 61 Tote durch Auswirkungen des Sturms In der Karibik und in den USA hat Hurrikan "Irma" mindestens 61 Menschen in den Tod gerissen. 38 starben auf den Karibischen Inseln, in Florida stieg die Zahl der Opfer auf 23 an. Offiziellen Angaben der Behörden zufolge starben in Forida, Georgia und auf den betroffenen Karibikinseln bisher 61 Menschen. Unter den Toten in Florida ist auch eine Siebenjährige, die nach Angaben der Polizei im Bezirk Polk County an einer Kohlenmonoxidvergiftung starb.Zuvor wurde bekannt, dass in einem Pflegeheim in der Stadt Hollywood bei Miami acht Menschen starben.

Montanindustrie: Unter diesem Oberbegriff werden alle auf dem Bergbau aufbauenden Kohle -, Eisenhütten- und Stahlindustrien zusammengefaßt. Das Ruhrgebiet hat als größter europäischer Wirtschaftsraum eine Fläche von 4.433 Quadratkilometern, auf der 5,5 Millionen Menschen leben.

Doch die Folgen des Bergbaus werden das Ruhrgebiet noch lange beschäftigen. Ein riesiges System von Pumpen muss bis in alle Ewigkeit betrieben werden, damit das abgesackte Ruhrgebiet nicht überschwemmt wird. Das in den Gruben sich ansammelnde Wasser wird für immer eine Bedrohung

Doch es gibt auch Herausforderungen: Die Aktie des Unternehmens dümpelt weiter deutlich unter dem Einstandskurs von 2013. „Die Börse will Produkte mit höherer Marge“, sagt der Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker. „Wachstum, neue Produkte oder eine große Neuerwerbung - es muss eine Zündung geben“, fordert der Aktionärsschützer. Aufseher Müller ist außerdem mit den Verwaltungskosten und zu bürokratischen Abläufen im Konzern nicht zufrieden. Er rechne dazu bei der nächsten Aufsichtsratssitzung im Herbst mit Vorschlägen des neuen Vorstandschefs Christian Kullmann.

Der im Sommer bestellte Evonik-Chef will das Unternehmen nach eigenen Aussagen zum „besten Spezialchemiekonzern der Welt“ machen - kein kleines Ziel. Ohne eine weitere größere Akquisition dürfte er dabei kaum auskommen, wird in der Branche erwartet. „Bisher gilt Evonik als etwas langweilige Langfristanlage“, sagt Hocker. „Aber Kullmann wird die Langeweile schon vertreiben.“

Mehr als 40 Millionen Menschen versklavt .
Sklaverei ist keineswegs Geschichte. Weltweit werden immer noch Millionen von Menschen verschleppt, verkauft und als Zwangsarbeiter ausgebeutet. Eine Studie benennt Ursachen und das mögliche Ausmaß. © picture-alliance/dpa Mehr als 40 Millionen Menschen versklavt "Ein Teil unserer Kleidung und unserer Nahrungsmittel wird von Zwangsarbeitern hergestellt, ebenso werden einige der Gebäude, in denen wir leben und arbeiten, von ihnen errichtet und gereinigt", heißt es in einem aktuellen Bericht mehrerer NGOs.

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