Finanzen Digitalisierung kann Job-Schwund in der Autobranche bremsen

09:35  11 september  2017
09:35  11 september  2017 Quelle:   dpa

Verkehr in Deutschland schon 2035 ohne Öl?

  Verkehr in Deutschland schon 2035 ohne Öl? Wie erreicht Deutschland die Klimaschutzziele von Paris und wie müsste sich dafür der Verkehr in Deutschland ändern? In einer Studie ging das Wuppertal Institut dieser Frage nach und entwarf ein Szenario. © André Hemstedt & Tine Reimer/Greenpeace "Das von uns entwickelte Szenario für eine Verkehrswende in Deutschland ist ambitioniert aber realistisch, sonst hätten wir es nicht gemacht", sagt Thorsten Koska, Projektleiter für Energie- Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut.

Geislingen/Stuttgart (dpa) - Der Umstieg auf Elektroautos wird in den kommenden Jahren Zehntausende Arbeitsplätze in der Branche kosten - die gleichzeitig fortschreitende Digitalisierung der Fahrzeuge könnte den Verlust aber in großen Teilen auffangen.

1. Der Umstieg auf Elektroautos wird in den kommenden Jahren Zehntausende Arbeitsplätze in der Branche kosten - die gleichzeitig fortschreitende Digitalisierung der Fahrzeuge könnte den Verlust aber in großen Teilen auffangen.

Roboter arbeiten im Volkswagen Werk in Emden an einer Karoserie. © Foto: Carmen Jaspersen Roboter arbeiten im Volkswagen Werk in Emden an einer Karoserie.

Der Umstieg auf Elektroautos wird in den kommenden Jahren Zehntausende Arbeitsplätze in der Branche kosten - die gleichzeitig fortschreitende Digitalisierung der Fahrzeuge könnte den Verlust aber in großen Teilen auffangen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, in der die Folgen beider Trends gegenübergestellt werden.

Demnach werden dem Wandel in der Pkw-Branche bis zum Jahr 2030 im schlechtesten Fall mehr als 170.000 von zuletzt etwa 613.000 Jobs bei Herstellern und Zulieferern in Deutschland zum Opfer fallen. Im besten Fall wäre es nur etwa ein Zehntel davon. Dazu müssten aber alle neuen digitalen Fahrzeug-Komponenten und auch die Batterien für die Elektroautos in Deutschland produziert werden, schreiben die Autoren der Studie um IFA-Leiter Willi Diez.

Verkehr in Deutschland schon 2035 ohne Öl?

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Die fortschreitende Digitalisierung in der Autobranche könnte den erwarteten Arbeitsplatz-Schwund durch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge in großen Teilen auffangen. Anmelden. Ihr Leserbeitrag zum Web-Artikel: Digitalisierung kann Job - Schwund in der Autobranche bremsen .

Elektromobilität und Digitalisierung sind auch Schwerpunkte der Internationalen Automobilausstellung (IAA), die in dieser Woche in Frankfurt beginnt. Ihr Kommentar zum Thema. Digitalisierung kann Job - Schwund in der Autobranche bremsen .

Unter Digitalisierung verstehen Diez und sein Team vor allem die Vernetzung der Autos, also die Verbindung der Fahrzeugteile untereinander, insbesondere aber die Vernetzung des Autos mit der Außenwelt zum Beispiel über Fahrerassistenzsysteme. «Der Anteil digitaler Komponenten am Gesamtwert eines Fahrzeuges dürfte von heute 4,9 Prozent auf rund 14,0 Prozent im Jahr 2030 ansteigen», sagt Diez voraus. «Dies entspräche einem Wert digitaler Komponenten von 4500 Euro je Fahrzeug.»

Für ihre Studie haben die Wissenschaftler verschiedene Szenarien durchgerechnet: langsamer oder schneller Umstieg auf Elektroautos, mit oder ohne Produktion der digitalen Komponenten in Deutschland, mit oder ohne Produktion der Batterien.

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Die Digitalisierung könnte die Arbeitsplätze retten, sagt eine neue Studie - aber nur unter bestimmten Bedingungen. Demnach werden dem Wandel in der Pkw-Branche bis zum Jahr 2030 im schlechtesten Fall mehr als 170.000 von zuletzt etwa 613.000 Jobs bei Herstellern und Zulieferern in

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«Für die baulich einfacheren Elektroantriebe werden weniger Beschäftigte gebraucht, das kann man drehen und wenden, wie man will», sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann kürzlich. Auch dort werde es allerdings noch komplexere Produkte geben. «Außerdem haben wir auch einen Zuwachs von Beschäftigung etwa beim autonomen Fahren, das neue Geschäftsmodelle eröffnet, die mit der klassischen Produktion nichts mehr zu tun haben», meinte Hofmann.

Die Branche stellt sich bereits darauf ein. «Wir stellen schon heute fast so viele IT-Spezialisten ein wie Maschinenbauer, Tendenz steigend», sagte etwa BMW-Personalvorstand Milagros Caiña-Andree der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Elektromobilität und Digitalisierung sind auch Schwerpunkte der Internationalen Automobilausstellung (IAA), die in dieser Woche in Frankfurt beginnt.

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Die Sozialdemokraten geben sich dennoch weiter kämpferisch.„Unser Programm ist besser, deswegen werden wir die Wahl auch gewinnen“, betonte Schulz. Wiederholt rief er Merkel auf, sich einem zweiten TV-Duell zu stellen. Dort wolle er in aller Öffentlichkeit mit ihr über Zukunftsthemen wie Bildung, Digitalisierung und Rüstungsausgaben sprechen. „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft, ich stehe zu einem erneuten Duell, dass den Namen dann aber auch verdient“, sagte Schulz. Zuletzt hatte sich die CDU gegen ein zweites TV-Duell mit Schulz ausgesprochen.

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