Finanzen IW-Studie: Viel zu viele Häuser auf dem Land

16:00  19 juni  2017
16:00  19 juni  2017 Quelle:   dpa

Studie: Zeitarbeitsfirmen stellen am häufigsten Flüchtlinge ein

  Studie: Zeitarbeitsfirmen stellen am häufigsten Flüchtlinge ein Zeitarbeitsfirmen stellen am häufigsten Flüchtlinge ein. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, hatten im vierten Quartal 2016 rund 13 Prozent der Firmen aus der Zeitarbeitsbranche einen seit 2014 nach Deutschland gekommenen Flüchtling eingestellt. In der Gesamtwirtschaft lag die Zahl zu diesem Zeitpunkt bei 3,5 Prozent.Die Zeitarbeitsfirmen liegen auch vorn, wenn es um generelle Erfahrungen mit Flüchtlingen geht, also auch um Bewerbungen und Vorstellungsgespräche. Jeder vierte Betrieb der Branche sammelte bis Ende 2016 laut IAB solche Erfahrungen.

Share✖.

Kostenlos: Die ultimative Analyse- und Investment-Plattform für Ihren Handelsalltag – Realtimekurse, Charting-Software, Musterdepot, Echtzeitnachrichten und Chartanalysen

Deutschlands Häuslebauer bauen in ländlichen Regionen nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft viel zu viel. © Foto: Andreas Gebert/Illustration Deutschlands Häuslebauer bauen in ländlichen Regionen nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft viel zu viel.

Deutschlands Bauherren bauen in ländlichen Regionen nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) viel zu viel.

In einer neuen Studie konstatieren die Kölner Wissenschaftler, dass in vielen Landkreisen deutlich mehr gebaut wird als eigentlich sinnvoll wäre - gemessen an der schrumpfenden Bevölkerung und der Tatsache, dass vielerorts bereits Häuser leer stehen. Das IW empfiehlt den Kommunalverwaltungen eine Reihe von Gegenmaßnahmen.

Studie: Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in der EU

  Studie: Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in der EU Demnach profitieren die Nachbarländer von der deutschen Importnachfrage.

Aktuelle online News zu sozialen, kulturellen und politischen Themen in der Sozialarbeit, Altenpflege, Krankenpflege.

Das Video wird geladen An die 50 Wildschweine sind im Land .

«Wir stellen mit Schrecken fest, dass in ländlichen Regionen immer noch sehr viele Einfamilienhäuser gebaut werden», sagte IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. «Wir haben durch die neue Bautätigkeit eine verstärkte Zersiedelung.» Falls die Bauherren von heute ihre Häuser in der Zukunft wieder verkaufen wollen, werden sie sich nach Einschätzung Voigtländers sehr schwer tun: «Da die Bevölkerung schwindet, fällt die Nachfrage langfristig weg. Das wirkt sich natürlich auf die Preisentwicklung aus.» Neben sinkenden Preisen und Zersiedelung erwarten die Forscher noch ganz andere negative Folgen wie verödende Dorfzentren und neue Leerstände.

In der Studie werden exemplarisch einige Landkreise genannt: Im niedersächsischen Kreis Emsland etwa sind demnach zwischen 2011 und 2015 mehr als 1060 Wohnungen mehr gebaut worden, als auf Basis der Bevölkerungsentwicklung und der bereits bestehenden Leerstände zu erwarten gewesen wäre. Zum Großteil handelt es sich dabei um große Wohnungen oder Einfamilienhäuser.

Nur zwei Fünftel der Arbeitnehmer sehen Ruhestand sorglos entgegen

  Nur zwei Fünftel der Arbeitnehmer sehen Ruhestand sorglos entgegen Nur 39 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sehen dem Ruhestand laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte sorglos entgegen. Fast zwei Drittel gingen vielmehr davon aus, dass die gesetzliche Rente gerade einmal die Hälfte ihres individuellen Bedarfs decken werden, teilte Deloitte am Freitag in München mit. Immerhin 80 Prozent sparten aus diesem Grund zusätzlich Geld für das Alter. Nur 39 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sehen dem Ruhestand laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte sorglos entgegen.

Rundschau für Klardenker und Freidenker by .

Immobiliensuche,Immobilien -Datenbank mit aktuellen Angeboten. Powered by Immowelt.

Die Entwicklung ist aber keineswegs auf Norddeutschland begrenzt: In weiten Teilen des wirtschaftsstarken Bayern wird laut IW ebenso zu viel gebaut wie im Schwarzwald, in der Eifel oder in Nordhessen. Ein Extrembeispiel: Im Landkreis Waldeck-Frankenberg nördlich von Marburg wären nach IW-Einschätzung lediglich sieben neue Wohnungen notwendig gewesen. Gebaut wurden jedoch fast 200, was laut Studie 2764 Prozent des Bedarfs entspricht.

In den Ballungsräumen hingegen fehlen weiter Wohnungen. In Berlin etwa sind laut Studie in den vergangenen Jahr nur 40 Prozent der eigentlich benötigten Wohnungen gebaut worden, in München 43 Prozent und in Hamburg 59 Prozent.

Die Kölner Immobilienforscher stehen mit ihrer Einschätzung nicht alleine da: «Wir haben ein Stadt-Land-Gefälle in der Bautätigkeit», sagte Stephan Kippes, Marktforschungsleiter beim Immobilienverband Deutschland Süd in München. «In der Summe hätten wir eigentlich genug Wohnraum in Deutschland - wenn er an der richtigen Stelle wäre.» Nach einer 2016 veröffentlichten Schätzung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung stehen in ländlichen Regionen Deutschlands fast zwei Millionen Wohnungen leer.

Befördert wird die ungünstige Entwicklung laut IW-Studie von den Niedrigzinsen der vergangenen Jahre, die den Kauf einer Immobilie vergleichsweise günstig machen. Das Gebrauchthaus ist offensichtlich nicht übermäßig beliebt. «Viele Familien bauen lieber etwas Neues», sagte Voigtländer. «Das ist verständlich, aber man müsste gleichzeitig leerstehende alte Häuser abreißen. Sinnvoll wäre eine Fokussierung auf den Bestand.»

Das IW empfiehlt Kommunen mit ausuferndem Neubau ein robustes Vorgehen: keine neuen Baugebiete ausweisen, Neubauten an den Abriss von alten Häusern koppeln und die Ortskerne attraktiver machen.

Umweltbundesamt erwartet höhere Kosten für Trinkwasser .
Wegen der Nitratbelastung im Grundwasser könnte das Trinkwasser in vielen Regionen Deutschlands bald spürbar teurer werden. Das geht aus einer Studie des Umweltbundesamts (UBA) hervor. Wegen der Nitratbelastung im Grundwasser könnte das Trinkwasser in vielen Regionen Deutschlan Laut einer am Samstag vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten Studie werden in derzeit 27 Prozent der Grundwasservorkommen die zulässigen Grenzwerte überschritten. Wasserversorger müssten zunehmend zu teuren Aufbereitungsmethoden greifen.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke

Aktuelle videos:

Das ist interessant!