Finanzen Plötzlich keine Milliardenerbin mehr

08:20  19 juni  2017
08:20  19 juni  2017 Quelle:   SZ.de

Held im Netz: Mit einer kleinen Geste rührt ein Nordsee-Mitarbeiter die Gäste zu Tränen

  Held im Netz: Mit einer kleinen Geste rührt ein Nordsee-Mitarbeiter die Gäste zu Tränen „Solange es solche Menschen gibt, mache ich mir um die Zukunft keine Sorgen.“ Mit diesen Worten leitet Thomas Franz Schmid am Donnerstag einen Facebook-Beitrag ein, der innerhalb eines Tages über 1000 Mal geteilt wurde. Ältere Dame kann nicht mehr richtig essen Zusammen mit seiner Tochter saß der Mann in einer Nordsee-Filiale in Erfurt und musste plötzlich anfangen zu weinen. Vor Glück. Ein Mitarbeiter hatte sich in seiner Mittagspause neben eine ältere Dame gesetzt, um sie zu füttern. Alleine schaffte sie es nicht mehr. Nach einem Unfall kann sie ihre Hände nicht mehr bewegen, wie ihre Enkel später erklären. Der zu Tränen gerührte Gast hält die Szene im Foto fest. „Das ist einfach wundervoll“ In den Kommentaren darunter wird der Nordsee-Mitarbeiter mit Lob überschüttet. „Das sind Momente, die Hoffnung geben“, „Das ist einfach wundervoll“, „An dem Mann können sich viele ein Beispiel nehmen“ oder „Danke, dass es solche Menschen gibt“ ist zu lesen. Und der Angestellte, er heißt Genio Zukrigl, meldet sich sogar selbst zu Wort: „Ihr lieben lieben Menschen da draußen. Was passiert hier gerade irre das Ganze. Mich rühren all eure Kommentare unheimlich.“ Wird er „Thüringer des Monats“? Seine Chefin, die die Oma zuvor offenbar gebeten hatte, schneller zu essen oder nachmittags zu kommen, rechnete dem hilfsbedürftigen Mitarbeiter nachträglich die Zeit fürs Füttern als Arbeitszeit an. Jetzt soll Zukrigl sogar „Thüringer des Monats“ werden.

Plötzlich keine Milliardenerbin mehr . SZ.de vor 8 Min. Bis heute ist Stroh davon fasziniert, "was es bedeutet, Geld zu haben, welche Privilegien es Dir verschafft, wie sehr es die Persönlichkeit des Menschen prägt - und wie schnell es plötzlich weg sein kann".

Plötzlich keine Milliardenerbin mehr . SZ.de vor 8 Min. Bis heute ist Stroh davon fasziniert, "was es bedeutet, Geld zu haben, welche Privilegien es Dir verschafft, wie sehr es die Persönlichkeit des Menschen prägt - und wie schnell es plötzlich weg sein kann".

Bis heute ist Frances Stroh davon fasziniert, © Teren Oddo Bis heute ist Frances Stroh davon fasziniert,

Als Kind genoss sie ein Leben in Saus und Braus - dann löste sich das Vermögen der Familie von Frances Stroh in Luft auf. Es war ein "Ritt auf der Rasierklinge", erzählt sie heute.

Als Frances Stroh zum ersten Mal die fertige Video-Installation betrachtete, die ihr schon seit Jahren im Kopf herum spukte und die sie jetzt endlich verwirklicht hatte, überkam die Künstlerin ein regelrechter Horror. Sechs Fernsehschirme zeigten sechs verschiedene Münder, die sechs völlig unterschiedliche Versionen vom wirtschaftlichen Aufstieg und Fall ein und derselben amerikanischen Familie erzählten - ihrer Familie. Erst in diesem Moment verstand sie, so erzählt sie im Interview, "wie unterschiedlich unsere Sichtweisen waren, wie jeder von uns das Leben der anderen verkorkst hatte, und wie sehr sich die ganze Familie immer noch der Wahrheit verweigerte".

Ohne jeden Grund: Jugendlicher attackiert junge Frau mit Reizgas

  Ohne jeden Grund: Jugendlicher attackiert junge Frau mit Reizgas Plötzlich steht der Jugendliche neben ihr und besprüht sie mit Reizgas – völlig grundlos! Die junge Frau (25) ist laut „Berliner Kurier” zusammen mit ihrem Freund gerade im Berliner U-Bahnhof Alexanderplatz in die Bahn gestiegen, da tritt der Halbstarke an das Pärchen heran. Und sprüht der Frau das Reizmittel direkt ins Gesicht. Opfer reagiert instinktiv richtig Diese reagiert glücklicherweise instinktiv richtig, dreht ihr Gesicht zur Seite und hält ihren rechten Arm schützend davor. Sie wird leicht verletzt. Ihr Freund springt daraufhin auf und versucht den 17-jährigen Jugendlichen festzuhalten. Der Angreifer kann jedoch in Richtung Karl-Liebknecht-Straße, die direkt am Alexanderplatz entlangführt, flüchten. Dort wird er dann von mittlerweile alarmierten Polizisten gestellt und festgenommen. Das 25-jährige Pärchen kann den Festgenommenen eindeutig als Tatverdächtigen identifizieren. Nach Feststellung der Personalien wird er anschließend zu seiner Unterkunft gebracht und dort seinem Vater übergeben.

Kluft zwischen Arm und Reich Ungleichheit kann auch etwas Gutes sein. Umwelt Hört endlich auf, nur den Diesel zu verteufeln! Frances Stroh Plötzlich keine Milliardenerbin mehr .

Bis heute ist Stroh davon fasziniert, "was es bedeutet, Geld zu haben, welche Privilegien es Dir verschafft, wie sehr es die Persönlichkeit des Menschen prägt - und wie schnell es plötzlich weg sein kann". Aber ob der Reichtum ihrer Familie mehr Fluch oder mehr Segen war?

Die Wahrheit - das ist die Geschichte des deutschen Auswanderers Bernhard Stroh, der 1850 mit nichts als 150 Dollar und einem Rezept in der Tasche nach Detroit kam, und dessen Nachkommen aus einem kleinen Bierbetrieb schließlich den drittgrößten Brauereikonzern der USA formten. Noch vor 30 Jahren zählte das Wirtschaftsmagazin Forbes die Strohs zu den reichsten Familien Amerikas. Geschätztes Vermögen, auf heutige Werte umgerechnet: neun Milliarden Dollar. Die Wahrheit - das ist aber auch, dass von dem Geld nur wenige Jahre später nichts mehr übrig war. Es hatte sich nach einer ganzen Kette von Fehlentscheidungen und Schicksalsschlägen buchstäblich in Luft aufgelöst.

"Ich habe dieses alte Leben komplett los gelassen"

Zum Interview im "Caffe Trieste" in San Francisco erscheint Frances Stroh in Jeans, grauem T-Shirt und grau-grüner Lederjacke, ihre Augen blitzen, ihr Lachen ist ansteckend. Der Ort, den sie für das Treffen gewählt hat, ist wahrlich geschichtsträchtig: Hunderte Fotos an den in Rot und Ocker gestrichenen Wänden zeugen davon, dass hier bis heute Schriftsteller, Maler und andere Künstler ein und ausgehen. In den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war das italienische Café so eine Art Hauptquartier der "Beat-Bewegung" um Autoren wie Allen Ginsberg, Bob Kaufmann und Kenneth Rexroth. Francis Ford Coppola, der berühmte Regisseur, schrieb in dem Lokal einen Großteil des Drehbuchs zu seinem Meisterwerk "Der Pate".

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  Die Formel E hatte in Berlin einen kleinen Raucheffekt ausgepackt, doch nicht nur die Zuschauer wurden überrascht - Di Grassis kleiner Schock: "Was ist hier los?"Rauchige Überraschung in der Formel E: Die Zuschauer des ePrix von Berlin wurden zum Start des Samstagsrennens verdutzt. Als die Fahrer das erste Mal ausgangs des Tunnels in Kurve 4 einbiegen wollten, zischte und rauchte es plötzlich. Waren etwa einige Fahrer im dunklen Abschnitt aneinandergerauscht? Nein, es war ein kleiner Pyroeffekt, den sich die Serie ausgedacht hatte.

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Wenn man Frances Stroh so sieht und ihr zuhört, nimmt man ihr ab, dass sie den Verlust des Milliardenvermögens mittlerweile verarbeitet hat - vor allem aber all die Familiendramen, die sie als Kind, als Jugendliche und junge Erwachsene durchleben musste. "Wenn ich heute über meine Familiengeschichte spreche, dann habe ich oft das Gefühl, als seien das gar nicht wir gewesen", sagt die 50-Jährige. "Ich habe dieses alte Leben komplett los gelassen."

Als Kind genoss sie ein Leben in Saus und Braus - und doch war es kein unbeschwertes. Die Mutter hatte trotz des Reichtums Angst zu verarmen, ihr Vater trank, und immer wieder musste Frances mit ihm ein Spiel spielen, das sie abgrundtief hasste und das den Titel trug: Wie ich verhindere, dass ich entführt werde. Als junge Frau experimentierte sie mit LSD und Kokain, nur um zu erleben, dass der zweitälteste ihrer drei Brüder im Drogenrausch starb. Ihre Eltern trennten sich, der Vater heiratete eine ihrer Klassenkameradinnen.

Bis heute ist Stroh davon fasziniert, "was es bedeutet, Geld zu haben, welche Privilegien es Dir verschafft, wie sehr es die Persönlichkeit des Menschen prägt - und wie schnell es plötzlich weg sein kann". Aber ob der Reichtum ihrer Familie mehr Fluch oder mehr Segen war? "Ich weiß nicht. Es war ein ständiges Hin und Her - ein Ritt auf der Rasierklinge."

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