Reisen Einmal Strand, drei Euro

14:45  13 september  2017
14:45  13 september  2017 Quelle:   SZ.de

Was darf ich im Urlaub - was nicht? Der große Urlaubsknigge

  Was darf ich im Urlaub - was nicht? Der große Urlaubsknigge Kann ich in Badeschlappen mittagessen gehen? Wie ziehe ich mich am Strand am besten um? Auch in den Ferien gibt es Situationen, in denen wir nicht so genau wissen, wie wir uns richtig verhalten sollen. Experten beantworten uns hier häufig gestellte FragenIst es unhöflich, wenn ich etwas Proviant vom Frühstücksbuffet für den Tag mitnehme?Gegen eine Banane für die kleine Tochter hat niemand etwas. Aber ansonsten wird das Hamstern in keinem Hotel auf der Welt gern gesehen. Weil es unhöflich und unfair ist.

in Niedersachsen, wo eine kommunale Tourismus GmbH an den eingezäunten Sandstränden von Hooksiel und Horumersiel-Schillig drei Euro Eintritt nimmt. Die Gemeinde Wangerland argumentiert durchaus nachvollziehbar, dass so ein Strand eben auch unterhalten werden muss.

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Gibt es ein Recht auf freien Zugang zum Strand? Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet darüber. © dpa Gibt es ein Recht auf freien Zugang zum Strand? Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet darüber.

An Nord- und Ostsee müssen Tagesgäste oftmals Eintritt zahlen. Jetzt entscheidet das Bundesverwaltungsgericht, ob es ein Recht auf freien Zugang zum Strand gibt.

Wenn man nach der Landschaft mit dem höchsten Freiheitsgefühl-Faktor sucht, dann steht der Strand ganz weit oben auf der Sehnsuchtsliste - je nach Urlaubsvorlieben kurz vor oder nach dem Berggipfel mit Alpenpanorama. Wer die Füße im Schlick und den Blick auf der Wasserlinie hat, der vergisst die Welt der Chefs und Teamsitzungen.

Was darf ich im Urlaub - was nicht? Der große Urlaubsknigge

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Deshalb ist es nur konsequent, dass nun ein oberstes Gericht darüber entscheidet, wie es um die Freiheit am Strand bestellt ist. An diesem Mittwoch verhandelt das Bundesverwaltungsgericht darüber, ob es ein Recht auf freien Zugang zum Nordseestrand gibt. Geklagt hatten Bürger aus Nachbargemeinden von Wangerland in Niedersachsen, wo eine kommunale Tourismus GmbH an den eingezäunten Sandstränden von Hooksiel und Horumersiel-Schillig drei Euro Eintritt nimmt. Nur Gemeindeeinwohner und Kurkarteninhaber werden nicht zur Kasse gebeten, für die anderen ist - außer im Winter - selbst der Strandspaziergang kostenpflichtig. Nur fünf der 31 Strände Niedersachsens kosten gar nichts. Die Kläger haben zwar in den ersten beiden Instanzen verloren. Aber das Bundesverwaltungsgericht hat die Revision zugelassen, was darauf hindeutet, dass die Richter eine Grundsatzfrage klären möchten: Lässt sich die Natur für zahlende Gäste reservieren?

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Über die Rechte der Allgemeinheit an der Natur wird vor Gericht längst in allerlei Variationen gestritten. Im Brandenburger Wald- und Seengebiet unterbanden Richter vergangenes Jahr den Versuch eines Villenbesitzers, einen Wanderweg am Havelufer zu blockieren - er wollte so den Wert seiner Immobilie nach oben treiben. In einem Skigebiet bei Garmisch mussten Tourengeher ihr Recht, eine ausgewiesene Skipiste zu überqueren, vor dem Verwaltungsgerichtshof durchsetzen.

Zudem hat sich der Naturgenuss diversifiziert, was das Konfliktpotenzial erhöht - Wanderer wollen Ruhe, Mountainbiker freie Bahn. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat jüngst eine Klage von Naturisten abgewiesen, die ihren Nacktwanderweg im Wald beschildern lassen wollten. Das war vermutlich als berechtigte Warnung an bekleidete Spaziergänger gedacht, aber dann wäre der Wald zum Schilderwald geworden - auch weil Reiter, Kutscher oder Radler dasselbe hätten fordern können.

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Im Zentrum des Sandstrandprozesses steht ein Paragraf aus dem Bundesnaturschutzgesetz. Er lautet: "Das Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen sowie auf ungenutzten Grundflächen zum Zweck der Erholung ist allen gestattet." In Bayern steht das Grundrecht auf Naturgenuss sogar in der Verfassung. Aber solche Normen klingen eindeutiger, als sie sind. Die Gemeinde Wangerland argumentiert durchaus nachvollziehbar, dass so ein Strand eben auch unterhalten werden muss. Es wird also entscheidend für viele Streitigkeiten sein, ob die obersten Richter diese Vorschrift im Sinne der nicht zahlenden Mehrheit interpretieren.

Schon 1908 hatte das Verwaltungsgericht Oldenburg geurteilt, das Meeresufer gehöre zu den öffentlichen, von jedermann frei zu nutzenden Sachen. Auch so ein Prinzip, das offen für Ausnahmen war: Badekonzessionen gab es schon damals.

Hier ist die Adria noch immer besonders .
Zwischen Venedig und Triest ist die Region geprägt von wilden Flüssen und alten Kulturen, von der Mischung aus Meer und Lagune. Jetzt sollen auch die Marinas schöner werden. Eine Reise an die Adria, das ist oft auch eine Reise in die Kindheit. Das erste Mal weißer Sand unter den Fußsohlen, das erste Mal Salzwasser auf der Zunge. Der Duft von Pinien, die 100-Lire-Münzen fürs Gelato am Strand. All dies ist für immer gespeichert. An der Mündung des Tagliamento - der Fluss trennt Venetien von Friaul - stehen sogar noch Pinien, die anderswo längst Hotelburgen weichen mussten.

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