Gesundheit Diese Pflanze wirkt besser als Antidepressiva

13:51  06 august  2018
13:51  06 august  2018 Quelle:   bernerzeitung.ch

Ernährungs-Tipps: Gesunder Bärlauch: diese unerwartete Wirkung hat die Power-Pflanze

  Ernährungs-Tipps: Gesunder Bärlauch: diese unerwartete Wirkung hat die Power-Pflanze Ernährungs-Tipps: Gesunder Bärlauch: diese unerwartete Wirkung hat die Power-PflanzeSchon die alten Römer kannten die positiven Wirkungen von Bärlauch. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn der sogenannte Waldknoblauch ist ein richtiges Powerkraut. Auch heutzutage zieht es im Frühling viele Leute in den Wald, um den frischen Bärlauch zusammen.

Vor kurzem erschien in der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift Lancet eine Studie, die zu einem ganz anderen Schluss kommt: Auf Grundlage der Daten von rund 115.000 Patienten zeige sich, dass alle der 21 untersuchten Antidepressiva besser wirken als Placebo.

Manche dieser Pflanzen wirken berauschend, bei langzeitigen Depressionen sollten die Rauschpflanzen gemieden werden! Die günstige Variante des Ginsengs, ein gutes pflanzliches Antidepressiva !

«Die Passionsblume wirkt besser gegen Ängste als Benzos» © Bereitgestellt von Berner Zeitung «Die Passionsblume wirkt besser gegen Ängste als Benzos»

Die Medizin tut sich mit der Pflanzenheilkunde schwer. Dabei ist ihre Wirkung wissenschaftlich erwiesen – zum Beispiel bei Übelkeit, Erkältungen oder innerer Unruhe.

Wer Medizin mit Tradition möchte, liegt mit der Pflanzenheilkunde richtig: 104 Schweizer Heilpflanzen werden bereits seit mindestens 2000 Jahren verwendet. Und ihr Nutzen bei verschiedensten Beschwerden ist wissenschaftlich erwiesen. Das hat die Schaffhauser Heilpflanzenbotanikerin Maja Dal Cero jetzt in ihrer Doktorarbeit ermittelt. Die Gemeine Schafgarbe beispielsweise half schon unseren Vorfahren in der späten Bronzezeit gegen Haut- und Schleimhautentzündungen.

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Er wirkt auch antidepressiv, da er den Geist klärt, entspannt und die Laune verbessert! Am besten trinkt man Blauen Lotus Tee abends. 10 natürliche Antidepressiva , Antidepressiv, Antidepressiva , antidepressive Pflanzen , antidepressiven Kräuter, Antidepressivum , Blaue Klitorie antidepressiv

Eine Studie für die britische Fachzeitschrift "The Lancet" belegt nun die Wirksamkeit der 21 am häufigsten verschriebenen Antidepressiva . Einige Medikamente weisen ein besseres Verhältnis zwischen einer Reduktion der Symptome der Depression und den Nebenwirkungen auf.

Für ihre Arbeit an der Uni Zürich durchforstete Dal Cero 24 Kräuterbücher. Die «Materia Medica» des antiken griechischen Arztes Dioskurides gehörte ebenso dazu wie das «Neuw Kreuterbuch» des Tabernaemontanus im 16. Jahrhundert und das – millionenfach verkaufte – Werk von Alfred Vogel «Der kleine Doktor». Ausserdem interviewte die Naturwissenschaftlerin 61 Heilpflanzenkundige und zog wissenschaftliche Abhandlungen zurate. Insgesamt umfasst die heutige Medizinalflora der Schweiz demnach 477 Pflanzen; seit der Antike dienten hierzulande 768 Pflanzenarten zu irgendeinem Zeitpunkt als Arznei, so Dal Cero.

Vorläufer chemischer Mittel

Etwa seit 1920 wurden die Pflanzen jedoch mehr und mehr durch chemische Medikamente ersetzt. Diese wirkten oft stärker – und versprachen zudem höhere Gewinne für die Hersteller. Über 120 moderne Wirkstoffe stammen ursprünglich aus Pflanzen. Dazu zählt beispielsweise das Codein, das in vielen Hustenmitteln enthalten ist und den Hustenreiz dämpft. Es geht auf den Schlafmohn zurück. Oder das gegen Gicht wirksame Colchicin, das in der Herbstzeitlosen entdeckt wurde.

Johannisbeeren pflanzen, pflegen und ernten

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Mehr als 20 Antidepressiva wurden in einer großen Studie untersucht: Sie wirkten besser als Placebo. Ergebnis: Alle wirkten besser als Placebo. Antidepressiva wirken - zeigte eine große Studie, die 21 Präparate untersuchte.

Antidepressiva wirken nicht bei jedem und auch nicht ohne Nebenwirkungen. auch mindestens gleich gut wirken wie herkömmliche Antidepressiva und dabei viel besser verträglich sind. Bei den Kavalactonen handelt es sich um die wirksamkeitsbestimmenden Substanzen der Pflanze .

Phytotherapeuten, also Pflanzenheilkundler, bevorzugen jedoch das Wirkstoffgemisch aus der Pflanze anstelle einer isolierten Substanz. «Beim Johanniskraut etwa gilt es heute als erwiesen, dass kein einzelner Inhaltsstoff für die antidepressive Wirkung verantwortlich ist», sagt Simon Nicolussi, medizinischer Leiter bei der Pharmafirma Max Zeller Söhne AG in Romanshorn. Gewisse Grundlagenexperimente hätten zwar nahegelegt, dass der Inhaltsstoff Hyperforin die Wirkung ausmache. Dies habe jedoch nicht in klinischen Studien erhärtet werden können. Das Hyperforin sei aber für mögliche Wechselwirkungen verantwortlich, gibt Nicolussi zu bedenken.

«Oft fehlt das Verständnis für die Tatsache, dass ein aus Arzneipflanzen hergestellter Extrakt eine Wirksamkeit und Sicherheit haben kann.»Peter Mai, Psychiater

Isoliert man die einzelnen Inhaltsstoffe und erhöhe die Dosis, steige zum Beispiel beim Johanniskraut das Risiko von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Darauf weist der Zürcher Psychiater Peter Mai hin. Er setzt bei seinen Patienten wenn möglich Heilpflanzentinkturen ein oder kombiniert diese mit schwach dosierten synthetischen Medikamenten. «Meine Psychiaterkollegen schauen mich immer entgeistert an, wenn ich davon berichte», sagt Mai. «Aber ich sehe damit sehr gute Erfolge und kaum Nebenwirkungen.» Mangelnde Kenntnis und Akzeptanz durch die Medizin sei ein wesentlicher Grund für die Probleme der Pflanzenheilkunde, kritisierte schon 2005 ein Bericht zur Phytotherapie in der Schweiz: «Oft fehlt das Verständnis für die Tatsache, dass ein aus Arzneipflanzen hergestellter Extrakt eine Wirksamkeit und Sicherheit haben kann.»

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Das als Dopingmittel bekannte Hormon Epo, das die Bildung roter Blutkörperchen anregt und in der Medizin gegen Blutarmut eingesetzt wird, wirkt auch als Antidepressivum . Gedanken heilen manchmal besser als Pillen.

Dosierungsabhängig wirkt es erst schlaffördernd, dann euphorisch und stimulierend. Als schwaches Opioid besteht hier ein geringes Suchtpotenzial. Mit und ohne Rezept: Die guten , hochwirksamen Antidepressiva rezeptfrei gibt es nicht (vom Johanniskraut abgesehen).

Wissenschaft als Partner

Auch deshalb bemühen sich viele Pflanzenheilkundler um Wissenschaftlichkeit. Die wohl am besten untersuchte Pflanze ist das Johanniskraut. Der griechische Arzt Hippokrates empfahl es im 5. Jahrhundert v. Chr., um die Stimmung zu heben. Dass er recht hatte, gilt inzwischen als erwiesen.

«Ähnlich gut erforscht sind pflanzliche Arzneimittel auf der Basis von Ginkgo, Baldrian, Trau­bensilberkerze oder Mönchs­pfeffer», sagt Simon Nicolussi von der Max Zeller Söhne AG. Auf wissenschaftlich «wackligen Beinen» dagegen stehe zum Beispiel die Moosbeere (Cranberry). «Ihr werden zwar Heilwirkungen bei Harnwegsinfektionen nachgesagt», so Nicolussi. «Dies konnte in klinischen Studien jedoch nicht ausreichend bewiesen werden. Entsprechend sind Cranberry-Präparate nicht als wirksame und sichere Arzneimittel zugelassen, sondern nur als Nahrungsergänzungsmittel.»

Bewährt hat sich aber der Einsatz von Heilpflanzen zum Beispiel bei den Beschwerden und Krankheitsbildern, die wir unten zeigen.

Übelkeit, Appetitlosigkeit

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  Efeu anpflanzen: Das sollten Sie dabei beachten Efeu anpflanzen: Das sollten Sie dabei beachtenWenn es um einen immergrünen Sichtschutz geht, ist Efeu ganz vorne mit dabei. Kaum eine Pflanze ist so gut an unsere klimatischen Bedingungen angepasst, wie die aus Europa stammende Kletterpflanze. Als Selbstklimmer gelingt es ihr, mit ihren Haftwurzeln Hänge, Böschungen und senkrechte Hauswände bis zu 20 Meter hoch zu erklimmen und auch als Bodendecker ist sie unschlagbar. Auch wenn Efeu schattenliebend ist und kühlere Temperaturen bevorzugt, kann er sich problemlos einem sonnigeren Standort anpassen.

Vielmehr werden sie in die Gruppe Noradrenerges und spezifisch serotonerges Antidepressivum eingeordnet oder – wie im Falle von Maprotilin – als Einzelsubstanz stehen gelassen. Meldung: Antidepressiva wirken ohne Ausnahme besser als Placebo .

Die Wirkung von Kawa Kawa als Antidepressivum wurde durch eine Melbourner Studie bestätigt. Es gibt sie also, die natürlichen Antidepressiva . Welches das beste Mittel ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Letztendlich bleibt nur zu sagen, dass alle Pflanzen auf ihre Weise wirken und

Ingwer hat sich bei Übelkeit bewährt. Gegen Appetitlosigkeit listet beispielsweise die europäische Arzneimittelagentur (EMA) zwölf Pflanzen auf, darunter Löwenzahn (Bild), Zichorienwurzel, Bockshornsamen, Wermut und Schafgarbe. Die EMA begründet ihr positives Votum für bestimmte Heilpflanzen vielfach mit dem Argument von Tradition und etabliertem Einsatz, auch wenn eindeutige wissenschaftliche Beweise fehlen. Kamillenblüten, Kümmel- und Korianderfrüchte, Zimt und weitere Heilpflanzen helfen bei leichten Magen-Darm-Krämpfen und Blähungen.

Angstzustände, innere Unruhe

Lavendel, Passionsblume, Baldrian und Orangenblüten wirken beruhigend, schlaffördernd und angstlösend. Johanniskraut (Bild) hilft vor allem bei depressiven Zuständen. Der Zürcher Psychiater und Phytotherapeut Peter Mai weist darauf hin, dass die Wirkung pflanzlicher Mittel bei Schlafproblemen meist erst nach zwei bis vier Wochen eintritt. Deshalb kombiniere er die Sofortwirkung synthetischer mit der verzögerten Wirkung pflanzlicher Mittel. Die Passionsblume werde unterschätzt, findet der Chemiker Werner Arnold aus Leissigen BE: «Die angstlösende Wirkung der Passionsblume ist besser als die von Benzodiazepinen.» Im Gegensatz zu vielen Psychopharmaka beeinträchtigt sie aber die «Alltagstauglichkeit» nicht.

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Generell ist diese Pflanze gut für unser Gehirn und unseren Geist. Vielen als Bestandteil von Bier bekannt, wirkt der Hopfen außerdem äußerst entspannend auf unser Nervenkostüm und hilft uns so den stressigen Alltag besser zu verarbeiten.

Medikamente Wie gut wirken Antidepressiva ? Millionen Menschen leiden unter Depressionen - Dutzende Medikamente versprechen, die Beschwerden zu lindern. Die nun präsentierten Daten können Ärzten einen neuen Ansatzpunkt liefern, welches Antidepressivum sie Patienten verschreiben.

Schmerzen am Bewegungsapparat

Bei Kreuzschmerzen könne ein Versuch mit Capsaicinpflaster oder -creme zum Auftragen unternommen werden, rät zum Beispiel die deutsche Behandlungsleitlinie, die Ärzten als Massstab gilt. Auch Weidenrinde zum Einnehmen sei ein Versuch wert. Die aus der Weidenrinde gewonnene Salicylsäure avancierte übrigens – chemisch verändert – zum wohl populärsten Medikament überhaupt: Aspirin. Bei leichter Kniearthrose können Kohlwickel oder ein Gel mit Beinwellextrakt Linderung verschaffen. Bei rheumatischen Beschwerden helfen unter an­derem Rosmarin oder Teufelskralle (Bild oben), sie kann bei Diabetikern allerdings den Blutzucker erhöhen.

Erkältungen, Infekte

Die Liste der Pflanzen, die gegen Husten, Fieber und Halsweh helfen, umfasst über 40 Heilpflanzen. Dazu gehören unter anderem Holunder (Bild) und Lindenblütengegen Fieber; Efeublätter, Bibernellwurzel, Spitzwegerich, Fenchelfrüchte und andere mehr können Husten lindern oder den Auswurf befördern. Bei Halsentzündungen wirken Pflanzen mit ätherischen Ölen, Schleimstoffen oder Gerbstoffen wohltuend, zum Beispiel Salbeiblätter (etwa als kühlender Salbeitee), Myrrhentinktur oder Blutwurz.

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